Verzicht auf eigenen Kandidaten, volle Unterstützung für überparteilichen Bewerber

Uslarer SPD einmütig für Bürgermeister-Kandidat Buberti

Ralf Buberti

Uslar. Der SPD-Stadtverband Uslar stellt sich einmütig hinter den parteilosen Bürgermeister-Kandidaten Ralf Buberti. In einer Mitgliederversammlung am Mittwoch im Dorfgemeinschaftshaus Bollensen votierten 37 Sozialdemokraten dafür, auf einen eigenen Kandidaten zu verzichten.

Zwei Mitglieder enthielten sich.

Mit dem Votum setzt die SPD in der Bürgermeister-Frage ihren eingeschlagenen Kurs fort, mit der Unabhängigen Wählergemeinschaft (UWG), der Bunten Ratsgruppe mit Grünen, Linkspartei, Piratenpartei und Einzelbewerber Werner Driehorst sowie der halben CDU-Fraktion die Bewerbung von Buberti zu unterstützen. Er stehe als überparteilicher Kandidat überzeugend für eine sachbezogene, effektive und integrierende Politik in Uslar, steht im Beschluss der SPD. Stadtverbands-Vorsitzender Dr. Hermann Weinreis spricht in der Angelegenheit aus Sicht der SPD von einem „Akt der Vernunft und der Einsicht“.

In diesem Fall sei das Interesse der Stadt dem der Partei übergeordnet.

Außerdem bestünden besondere Herausforderungen, die besondere Maßnahmen verlangten, sagte Weinreis zur Situation der Stadt Uslar nach dem vorzeitigen Rückzug der gescheiterten Bürgermeisterin Martina Daske.

Dr. Hermann Weinreis

Wichtig sei, dass ein unabhängiger Kandidat parteiübergreifend von allen Fraktionen im Rat aufgestellt werde und er auch von seinem Arbeitgeber Wertschätzung erfahre: Landrat Michael Wickmann, heißt es, lasse Buberti nur ungern ziehen. Das Fazit von Uslars SPD-Chef Weinreis: „Wir halten Buberti für einen kompetenten Fachmann mit Führungsqualitäten.“

Zur Frage der Zusammenarbeit von Politik und Verwaltung geht die SPD davon aus, dass eine vertrauensvolle Zusammenarbeit des Bürgermeisters mit dem Rat die Souveränität des Stadtoberhauptes garantiere, „ohne dass er dauernd auf seine Amtsautorität verweisen muss“. Wichtig ist den Sozialdemokraten, dass bei Kandidat Buberti auch die menschliche Seite und das Vertrauen stimme.

Bei der SPD habe der Kandidat nochmals sein „solides und plausibles Konzept für unmittelbare Maßnahmen und strategische Überlegungen für die Zukunft der Stadt“ vorgestellt. Es sei gut angekommen, weil relativ viel mit dem Kommunalwahlprogramm der SPD übereinstimme, berichtete Weinreis. Eins aber stellte der SPD-Chef gleich klar: Über die Fußgängerzone lasse die SPD nicht mit sich diskutieren.

Bei den Sozialdemokraten gab es weitere Unterstützung: Vorsitzender Weinreis überreichte 21 Unterstützungsunterschriften sowie symbolisch Schmieröl, weil es doch an der ein oder andere Stelle geknirscht habe, und eine Klingel, damit sich Buberti für Uslar bei höheren Stellen gut Gehör verschaffen könne. (fsd)

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