Biologie-Wahlpflichtkurs setzte Bäume auf einer Wiese an der Kesselbergstraße ein

Uslarer Gymnasiasten graben für alte Apfelsorten

Praktische Arbeit statt Büffeln im Klassenraum: Lehrer Johannes Heil (hinten von links), Axel Unger vom Schulbauernhof und Nils Hasenbeck vom Northeimer Fruchthof waren bei der Pflanzaktion mit 25 Uslarer Gymnasiasten dabei. Foto: Dumnitz

Dinkelhausen. Streuobstwiesen bieten vielen Lebenwesen wie Käfern, Insekten und Vögeln einen Lebensraum. Bei der Neuanlage einer solchen Streuobstwiese halfen jetzt 25 Schüler des Biologie-Wahlpflichtkurses des Uslarer Gymnasiums mit.

Möglich wurde das durch eine Kooperation der Schule mit dem Internationalen Schulbauernhof in Hevensen. Seit etwa anderthalb Jahre arbeite der Bauernhof mit dem Gymnasium zusammen, sagte Geschäftsführer Axel Unger auf der Wiesenfläche an der Kesselbergstraße bei Dinkelhausen. Die Wiesenfläche gehört seit 1991 der Schulbauernhof gGmbH. Jetzt wurde das Areal mit finanzieller Förderung der Bingo-Umweltstiftung Niedersachsen und der Manfred-Hermsen-Stiftung sowie des Fruchthofs Northeim als Streuobstwiese angelegt.

20 verschiedene Bäumchen unterschiedlicher Apfelsorten wurden auf der Wiese eingesetzt. Alles alte Sorten, die so ein Stück weit erhalten bleiben.

Beweidung mit Rindern

Die Schüler des Gymnasiums sollen laut Lehrer Johannes Heil im Herbst noch einmal auf die neu angelegte Streuobstwiese kommen, um zu sehen, was daraus geworden ist. Rund 15 000 Euro sollen laut Unger für das Biotop-Projekt ausgegeben werden. Neben den Bäumchen soll Geld noch für den Zaunbau und die Beweidung des etwa vier Hektar großen Areals durch rotes Harzer Höhenvieh verwendet werden.

Um die Pflege der Streuobstwiese im Landschaftsschutzgebiet will sie der Schulbauernhof kümmern, so Axel Unger, der die Pflanzarbeiten zusammen mit Nils Hasenbeck vom Fruchthof als einer der Sponsoren beobachtete. Hasenbeck freute sich über die Anlage, schließlich seien Streuobstwiesen kleine Oasen der Artenvielfalt.

Der Schulbauernhof, der bereits fünfmal von der Unesco als Projekt im Bereich „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ausgezeichnet wurde, verfügt laut Geschäftsführer Unger über mehrere Flächen mit Streuobstwiesen in der Region.

Die neue Streuobstwiese an der Kesselbergstraße, die zuvor unter anderem als Pferdewiese genutzt wurde, ist jetzt Teil eines offen zu haltenden Solling-Wiesentals, das an ein Schutzgebiet nach der Fauna-Flora-Habitatrichtlinie grenzt. Auf der Hangwiese, die ihren Charakter behalten soll, sind auch kleinräumige Flachmoore zu finden. (jde)

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