Uslarer Tafel im neuen Domizil an der Auschnippe öffnet am Dienstag

Vorbereitung für die Wiedereröffnung: Die Uslarer Tafel bezieht derzeit ihre neue Unterkunft an der Auschnippe, im Bild (von links) die ehrenamtlichen Helfer Sigrid Netzeband, Monika Preußner, Werner Müller und Reinhard Preußner. Foto: Schneider

Uslar. Die Uslarer Tafel öffnet nach zweiwöchiger Zwangspause ab nächste Woche wieder ihre Pforten – im neuen Domizil an der Auschnippe im früheren Getränkemarkt Götting. Dort werden ab Dienstag wieder Lebensmittel an Bedürftige ausgegeben. Dort hat sie eine neue Bleibe gefunden, nachdem sie aus dem ehemaligen Uslarer Krankenhaus ausziehen musste. Grund: Das Krankenhaus ist verkauft und soll in ein Senioren- und Pflegeheim umgebaut werden.

„Schneller ging’s nicht“, sagte am Freitag Reinhard Preußner vom Vorstand der Tafel über die Zwangspause. Grund: In der neuen Unterkunft waren noch diverse Vorbereitungen zu treffen, darunter der Einbau aller Utensilien der Tafel wie Regale und Kühlzelle sowie ein neuer Fußboden im Ausgaberaum.

In dem Zusammenhang lobte Preußner die gute Zusammenarbeit mit der Familie Götting als Vermieter. Sie habe sich überaus kooperativ gezeigt und „uns unterstützt, wo es nur ging“, so Preußner. Unter anderem legten die Vermieter eine Rampe für den Zugang an, über den die Lebensmittel reingebracht werden müssen.

Nah an der Innenstadt

Die Räumlichkeiten sind im Vergleich zur Krankenhaus-Küche zwar etwas kleiner. Doch das sei nicht ausschlaggebend. Der Standort sei wie der alte innenstadtnah und biete zudem eine gewisse Anonymität, die die Tafel ihren Kunden gegenüber bewahren möchte. Ihnen bietet die Tafel ab Dienstag einen geräumigen Hauptraum, in dem die Lebensmittel angeboten werden. Dahinter befindet sich ein ebenfalls ausreichend großer Raum zum Sortieren der Waren, für die Kühlzelle, als Lagerbereich und als Aufenthaltsraum mit Küche für die ehrenamtlichen Helfer der Tafel.

Ab Montag sammelt die Uslarer Tafel wieder Lebensmittel aus Einkaufsmärkten ein, die dort nicht mehr verkauft werden. Die Tafel holt sie aus 18 Märkten (Uslar, Hardegsen, Adelebsen, Dransfeld, Bodenfelde und Lippoldsberg) ab.

Ausgabe ist weiterhin dienstags und freitags jeweils von 13 bis 15 Uhr. Zurzeit nutzen 370 Personen das Angebot der Tafel und holen sich regelmäßig Lebensmittel ab.

Für die Tafel sind derzeit 25 ehrenamtliche Helfer im Einsatz. Wer mithelfen will, ist gern gesehen. Gebraucht werden derzeit vor allem Helfer, die zum Beispiel ein- bis zweimal in der Woche vormittags die Waren sortieren, und Fahrer und Beifahrer zum Abholen der Lebensmittel mit dem tafeleigenen Transporter.

Keine finanziellen Problem

Trotz der beiden Umzüge innerhalb eines Jahres hat die Tafel keine finanziellen Probleme, berichtete Reinhard Preußner. Das ist vor allem der Suppenaktion auf dem Uslarer Landmarkt zu verdanken, bei der Hotelier Dirk Schwarz aus Volpriehausen jeden Freitag Suppe zugunsten der Tafel verkauft. (fsd) Uslarer Tafel, Telefon 0160-92111329.

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