Uslars SPD-Chef wehrt sich gegen Bürgermeister-Tadel und greift an

Hermann Weinreis

Uslar. Der Tadel, den Uslars Bürgermeister Torsten Bauer (CDU) gegenüber Uslars SPD-Chef Dr. Hermann Weinreis im Wirtschafts- und Entwicklungsausschuss ausgesprochen hat, hat ein Nachspiel.

Weinreis hat in der jüngsten Sitzung des Stadtrates eine persönliche Erklärung abgegeben und sieht sich „in ehrverletzender Weise“ angegriffen.

Torsten Bauer

Zum Hintergrund: Der Bürgermeister hatte dem SPD-Mann im Ausschuss vorgeworfen, im Zusammenhang mit der angestrebten Wiedereröffnung des Bahnhofs Verliehausen als Haltepunkt verbotenerweise aus dem Verwaltungausschuss berichtet zu haben. Weinreis sprach seinerzeit von einer Duplizität der Initiativen und meinte damit die Einladung des Bürgermeisters zur Thema Haltepunkt und einen Antrag der SPD mit dem selben Ziel, die Gespräche über den Haltepunkt aufzunehmen.

Bauer hatte in der Sitzung betont, die Initiative für das Treffen zum Thema Haltepunkt Verliehausen sei von ihm ausgegangen.

Runder Tisch Haltepunkt

In seiner persönlichen Erklärung sagte Weinreis, dass er in der Sitzung des Wirtschafts- und Entwicklungsausschusses darauf hingewiesen habe, dass der Bürgermeister von der Initiative der SPD-Fraktion für einen Runden Tisch zur Öffnung des Bahn-Haltepunktes in Verliehausen Kenntnis gehabt habe. Weinreis behauptet weiter, dass der Bürgermeister vom SPD-Antrag gewusst habe, bevor er selbst zu einem solchen Treffen eingeladen habe.

Dieser Hinweis bezog sich laut Weinreis auf einen Antrag, der am 16. März in einem Pressebericht in der HNA auch öffentlich bekannt wurde. Weinreis erklärt gegenüber dem Uslarer Bürgermeister weiter: „Sie haben den bloßen Hinweis auf diesen Sachverhalt zum Anlass genommen, um mich in ehrverletzender Weise anzugreifen. Ich weise diese Vorwürfe entschieden zurück und sehe im Hinweis auf den von der SPD eingebrachten Antrag keinen Bruch der Vertraulichkeit des Verwaltungsausschusses.“

Weinreis: Bauer will ablenken

Vielmehr sehe er in den Vorwürfen den durchsichtigen Versuch von Bauer, „von der Peinlichkeit Ihrer nachholenden Initiative abzulenken“. Außerdem weist Weinreis den verallgemeinernden Teil der Vorwürfe Bauers ebenfalls zurück, da er nicht den Tatsachen entspreche.

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