Vahler Grillhütte droht der Abriss

Idyllisch gelegen: Die Otto-Sorge-Grillhütte am Steinberg oberhalb von Vahle wird laut Ansicht der Niedersächsischen Landesforsten zu wenig genutzt. Der vor einigen Jahren nach einem Brand grunderneuerten Hütte könnte der Abriss drohen. Foto: Dumnitz

Vahle. Der jüngste Gast hatte es sich im Tragetuch vor der Brust seiner Mutter bequem gemacht und ließ alle Reden unbeeindruckt über sich ergehen.

Ortsbürgermeister Martin Sauermann und Ortsbeauftragte Elfi Jörn freuten sich über ein volles Dorfgemeinschaftshaus beim Neujahrsempfang in Vahle.

Der Ortsbürgermeister machte es kurz. Sein Rück- und Ausblick galt den finanziellen Mitteln des Ortes. Erst erforderte die Reparatur von Straßen einen größeren Aufwand, dann wurde für den Spielplatz ein neues Klettergerüst im Wert von 4800 Euro angeschafft. Dafür habe der Ort einen Anteil von 800 Euro übernommen, womit alle Mittel für 2016 restlos verbraucht wurden.

Elfi Jörn stellt sich vor

Elfi Jörn als neue Ortsbeauftragte nutzte die Gelegenheit, sich und die Aufgabe der Ortsbeauftragten vorzustellen und bedankte sich ausdrücklich beim ehemaligen Bürgermeister Klaus Horstmann für seine Arbeit.

Die Versicherungskauffrau im Innendienst informierte die 50 anwesenden Einwohner darüber, dass ihre Sprechstunde als Ortsbeauftragte nicht wie bisher üblich zu einem festen Termin stattfinden werde. Wer mit ihr sprechen möchte, könne dies nach Bedarf und telefonischer Terminvereinbarung tun.

Neujahrsempfang: Von 247 Vahlern kamen 50 Dorfbewohner zum Neujahrsempfang ins Dorfgemeinschaftshaus. Nach den Reden lockte ein Imbiss mit Suppen und Schnittchen. Foto: Porath

Elfi Jörn dankte allen ehrenamtlichen Helfern im Dorf für ihre geleistete Arbeit und betonte, dass es jetzt die Aufgabe sei, vieles neu zu organisieren. Das gelte für die Pflege der Blumenbeete ebenso wie für die Altennachmittage.

Ansprechpartner für freiwillige Helfer seien sie oder der Ortsrat. Ein weiteres Anliegen sei die Rettung der Grillhütte, auch bekannt unter dem Namen ihres Stifters als Otto-Sorge-Hütte.

Lösung wäre Übernahme

Die Niedersächsischen Landesforsten hätten für das Gebäude am Waldrand keine Verwendung mehr und sähen dafür keine Zukunftsperspektiven. Sie solle deshalb stillgelegt oder gar abgerissen werden. Die Lösung könne sein, dass ein Verein aus dem Ort oder ein noch zu gründender Trägerverein mit der Forstverwaltung einen Vertrag über die Nutzung der Grillhütte abschließe. Dieser Verein müsse dann auch die Pflege der Anlage übernehmen.

Das Thema steht auch auf der öffentlichen Sitzung des Ortsrates am Mittwoch, 25. Januar, ab 20 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus.

Eine frohe Botschaft hatte Elfi Jörn noch für ihre Gäste im Gemeinschaftshaus. Das Dorf wächst. Waren es am 1. Januar 2016 noch 244 Einwohner im Ort, begann 2017 mit einem Plus von drei Einwohnern.

Mit Grußworten der örtlichen Vereinsvorsitzenden endete das offizielle Programm. An heißer Suppe, belegten Broten sowie Kaffee und Kuchen erfreuten sich auch die Gäste, die erst verspätet eingetroffen waren. (zyp)

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