In Bodenfelde wurde das erneuerte Teilstück des Weserradweges frei gegeben

Weg verdient vier Sterne

Eröffnung: An der Schlagd wurde am Sonntag die neue Hauptroute des Weserradweges auf niedersächsischer Seite eröffnet. Radfahrer warteten darauf, dass Bürgermeister Mirko von Pietrowski die Bahn freigab. Foto: Schmidt-Hagemeyer

Bodenfelde. „Von nun an kommt jeder an uns vorbei.“ Mit diesen Worten fasste Bodenfeldes Bürgermeister Mirko von Pietrowski am Sonntag die Freude im Flecken über die Verlegung der Hauptroute des Weserradweges von der hessischen auf die niedersächsische Seite zusammen.

Zahlreiche Bodenfelder und Gäste waren zur offiziellen Freigabe des 4,5 Kilometer langen Streckenabschnitts, der an Bodenfelde und Wahmbeck vorbei führt, zur Schlagd gekommen. Insgesamt 420 000 Euro haben die Verbesserung des Streckenverlaufs, neuer Asphalt, die Beseitigung enger Passagen sowie neue Schilder gekostet.

Neue Hauptroute

Umgesetzt hat das Projekt als Bauherr der Landkreis Northeim, der am Sonntag durch den Kreistagsvorsitzender Peter Traupe vertreten wurde. Traupe bezeichnete die Verlegung der Hauptroute weg von der viel befahrenen Bundesstraße 80 auf hessischer Seite ans niedersächsische Flussufer als Aufwertung für den Kreis. Er wünsche der Region, dass viele Menschen den Weg benutzen und in Bodenfelde und Wahmbeck einmal anhalten, sagte Traupe.

Als Geschäftsführerin des Weserbergland Tourismus e.V. hob Petra Wegener die Bedeutung des Radweges für den Tourismus hervor. Der Weserradweg sei einer der schönsten Radwege Deutschlands und gehöre zu den Top 10. Eine Besonderheit sei, dass er vom Mittelgebirge bis zur Küste führe, sagte Wegener und bezeichnete den Weserradweg als Rückgrat für den Tourismus in der Region.

„Radfahren liegt im Trend“, sagte Wegener. Allerdings bekomme der Weserradweg durch neue Radwege auch Konkurrenz. Eine Untersuchung der Touristiker im Jahr 2012 offenbarte deutliche Minuspunkte für den 30 Jahre alten Weg. Das Ergebnis habe lediglich zwei Sternen entsprochen, berichtete Wegener und nannte als besonderes Manko die Wegweiser. Dieses Problem ist nun behoben.

Durch die Verlegung der Hauptroute, eine neue klare Beschilderung, die Beseitigung von Engstellen und die Oberflächenbefestigung sei der Weg „wesentlich attraktiver“ geworden, verdiene nun vier Sterne, lobte die Touristik-Expertin die schnelle Reaktion des Landkreises.

Für die musikalische Unterhaltung sorgte der Shantychor des MGV von 1865 Bodenfelde mit mehreren Liedern. (shx)

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