Nächster Schritt zum Erhalt getan – Stadtwerke schließen es aber vorerst am 31. Mai

Uslar: Verein will Badeland retten

Förderverein für das Badeland: Der Vorstand mit (hinten von links) Jens Liedtke, Wilfried Grafen, Andreas Bleul, Martin Adolph, (vorn von links) Justus Pahlow, dem Vorsitzenden Eberhard Otto und Volker Fuchs. Foto: Schneider

Uslar. Auf der einen Seite bereiten die Uslarer Stadtwerke als Betreiber die Schließung des Badelandes am 31. Mai vor. Auf der anderen Seite hat die Bürgerinitiative zur Rettung des Bades wieder einen wichtigen Schritt nach vorn gemacht.

Bei der Informationsveranstaltung am Mittwochabend im Alten Rathaus ist ein Förderverein gegründet worden, dem schon 75 Mitglieder beigetreten sind. Damit erhielt die Initiative vor allem Rückendeckung aus der Bevölkerung: Bei der Gründung waren kaum noch Plätze frei in der Rathaushalle. Mit dem Förderverein will die Initiative ihre Aktivitäten sozusagen in geordnete Form geben, formulierte Volker Fuchs, der zum zweiten Vorsitzenden gewählt wurde, das Vorgehen.

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Der Förderverein ist auch in der Lage, Geld zu sammeln. Erster Spender war am Mittwochabend Ratsherr Werner Schladerbusch, der 100 Euro überreichte. Der Förderverein kommt aber nicht als Träger des Badelandes in Frage. Dafür wird nach wie vor eine Genossenschaft favorisiert, wie Wilfried Grafen aus der entsprechenden Arbeitsgruppe berichtete.

Vorsitzender des Fördervereins ist Eberhard Otto, der in seinen Schlussworten sagte: „Wir versprechen Ihnen nichts - im Gegensatz zu vielen Politikern, wollen aber mit vielen kompetenten Mitarbeitern alles tun.“ Es sei eine große Verantwortung, vor allem wegen der Bedeutung des Bades für die Infrastruktur im Uslarer Land. Ein Scheitern sei aber auch nicht auszuschließen, sagte Otto, machte aber allen Mut mit dem Ausspruch: „Ja, wir schaffen es.“

Die verschiedenen Arbeitsgruppen, die je nach Aufgabengebiet nach einer Lösung für die Übernahme des Badelandes suchen, sind noch nicht ganz fertig, hieß es. Gleichwohl habe man die Informationsveranstaltung einberufen, um zumindest einen Zwischenstand abgeben zu können. Wichtig ist der Initiative, die Bevölkerung stets auf dem Laufenden zu halten.

Liegen die Ergebnisse der Arbeitsgruppen vor, soll ein Konzept erarbeiten werden, um mit der Stadt und den Stadtwerken für die Übernahme in Verhandlungen zu treten, sagte Volker Fuchs zum Schlachtplan. Die Voraussetzung aber lautet, dass die Untersuchungsergebnisse der Arbeitsgruppen das hergeben. Und was die Stadt als laufenden Betriebskostenzuschuss und Investitionskostenzuschuss gibt.

Kahn flott machen

Der Vorstand des neuen Fördervereins will jedenfalls alles tun, um den „alten Kahn an der Schwarzen Erde wieder flott zu kriegen“, sagte Volker Fuchs zum Abschluss.

Dabei zeigte sich die Badeland-Initiative erneut von ihrer professionellen Seite: Innerhalb von knapp anderthalb Stunden war das Programm mit Berichten und Fördervereinsgründung abgearbeitet. Das lässt hoffen.

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