15-Jahr-Feier der Städtepartnerschaft mit Empfang, Heimatstube und Tanzvorführungen

Viel Applaus für die Jugend

Rathausbühne: Neben dem gemeinsamen Tanz mit den Uslarern zeigten die Jugendlichen aus Schlochau noch weitere, daheim einstudierte Nummern. Foto: Schmidt-Hagemeyer

Uslar. Uslars Bürgermeister Torsten Bauer freute sich beim Empfang am Freitag, dass sich die Partnerschaft verfestige, unter anderem mit den Besuchen der Jagdhornbläser in Schlochau und Gegenbesuchen zum Pekermarkt in Uslar. Er freute sich vor allem, dass die Jugend die Partnerschaft mit Leben fülle.

Schlochaus Bürgermeister Ryszard Szybajlo, begleitet von Frau und Tochter sowie der Ratsvorsitzenden Elsbieta Jozefowska, erinnerte sich an die Vertragsunterzeichnung vor 15 Jahren, als man sich bange gefragt habe, wie lange das denn halten werde. Die Sorge sei gewichen. Inzwischen würden Treffen aus immer mehr Bereichen stattfinden.

Für den Landkreis Northeim lobte die stellvertretende Landrätin Gudrun Borchers die Partnerschaft als Beitrag zu einem starken und einigen Europa.

DIE HEIMATSTUBE

Als beste Lösung schlechthin ist am Samstag die Einweihung der Heimatstube Schlochau im Uslarer Museum beurteilt worden. Sie war einer der Höhepunkte der 15-Jahr-Feier der Partnerschaft Uslar-Schlochau.

Dabei würdigten alle Redner die Leistung eines Mannes: des 2013 verstorbenen Werner Panknin. Er war zuletzt die führende Kraft, was die Heimatstube anging und die Patenschaft des Landkreises Northeim für den Heimatkreis Schlochau, aus dem Panknin stammte.

Uslar hatte sich wegen seiner Partnerschaft auf Städteebene als Sitz für die Heimatstube ins Spiel gebracht und diese ist nun im Museum untergebracht. Bürgermeister Bauer sprach von treuhänderischer Bewahrung. Untergekommen ist in Uslar auch das Archiv über die früher dort lebenden Menschen.

Der Heimatkreis Schlochau könne sich keinen besseren Standort als Uslar vorstellen, sagte Marion Kampmann, Vorsitzende des Heimatkreisausschusses Schlochau. Als Dank gab es Geschenke für die Jugend: Geldspenden in Höhe von jeweils 650 Euro für die Stadt Uslar und den Landkreis Northeim sowie Material zum Erlernen der deutschen Sprache für alle sieben Kommunen im Landkreis Schlochau.

Christina Willmer, Tochter von Werner Panknin, freute sich, dass die Arbeit ihres Vaters in seinem Sinne fortgesetzt werde. Die Heimatstube sei in besten Händen, sagte auch die stellvertretende Landrätin Gudrun Borchers.

Die Heimatstube befindet sich im hinteren Gebäude des Museums im ersten Stock und zeigt vor allem Ausstellungsstücke von Privatpersonen. Die Heimatstube ist wie das Uslarer Museum dienstags bis donnerstags sowie samstags und sonntags jeweils von 15 bis 17 Uhr sowie freitags von 10 bis 12 Uhr geöffnet.

DIE JUGEND TANZTE

Die Jugendtanzgruppe Schlochau und die Uslarer Gruppe „Funky Colours“ begeisterten mit einem gemeinsamen Tanz beim Pekermarkt. Dafür hatten sie am Samstag trainiert und die inoffizielle Deutsche Meisterschaft im Breakdance, die „Battle of the Year“ in Hannover besucht.

Den Workshop leitete Breakdancer Damaso Mendez-Leroy aus Kassel, der beim Pekermarkt selbst ein tolles Solo zeigte. Die Jugendlichen aus Schlochau präsentierten allein noch einige weitere Tänze – zum Teil mit Live-Gesang – und bekamen dafür viel Applaus vom Publikum.

Die Tänzer kennen sich schon länger. Im vergangenen Jahr war die Uslarer Tanzgruppe in Polen. „Wir haben viel Gastfreundschaft erfahren“, erinnerte sich Uslars Stadtjugendpfleger Kristian Thiemann und nutzte am Sonntag die Gelegenheit, sich bei den Schlochauern von der Rathausbühne aus zu bedanken.

Schlochaus Bürgermeister Ryszard Szybajlo sagte von der Pekermarktbühne: „Wir haben mitgebracht, was für uns am wichtigsten ist – unsere jungen Leute.“

Noch am Sonntag machte sich die Delegation aus Schlochau auf den über 700 Kilometern langen Rückweg, zumal auf die Schüler am Montag ein normaler Schultag wartete. (shx/rö(fsd)

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