Kristina Bäthe befürwortet Teile von Spielplätzen als Areal für Kernstadt-Vierbeiner

Vorschlag: Wiese für Hunde

Spielwiese für Hunde: Mit einem Zaun versehen und von Hundebesitzern gepflegt – so könnte sich die Uslarer Ratsfrau Kristina Bäthe ein eingezäuntes Areal für Vierbeiner vorstellen. Archivfoto: nh

Uslar. Einwohner aus Uslar hätten sie gefragt, ob der Ortsrat nicht eine Hundewiese einrichten könne, damit Hunde darauf frei laufen könnten. Das sagte die Uslarer Ratsfrau Kristina Bäthe (CDU) in der jüngsten öffentlichen Sitzung des Uslarer Ortsrates. Sie habe sich Gedanken gemacht und finde es gut, wenn zum Beispiel ein Teilstück des Kinderspielplatzes auf dem Freizeitgelände am Martinsbach oder auch eine Fläche am Spiel- und Bolzplatz an der Wiesenstraße als Hundewiese abgeteilt würde.

Pflege durch die Hundehalter

Die Hundewiesen müssten ihrer Ansicht nach eingezäunt werden, damit die Vierbeiner sich darin frei bewegen können. Die Hundebesitzer könnten ihre Tiere vom Eingang aus beaufsichtigen und müssten dafür die Pflege des Platzes übernehmen. In einer Einwohnerversammlung könnte man Einzelheiten besprechen, schlug sie vor.

Vor dem Hintergrund, dass in den vergangenen Jahren sowieso schon etliche Kinderspielplätze im Stadtgebiet geschlossen wurden, um Geld zu sparen, findet Andreas Böhme (Die Linke) nicht gut, weitere Spielplatzflächen zu opfern, damit Hunde auf eingezäunten Wiesen laufen können. Die Fläche und vor allem ein Zaun brächten zudem etliche Folgekosten für die Stadt. Uslars Bürgermeister Torsten Bauer ist der Ansicht, man sollte durch Bäthes Standort-Vorschlag kein Konflikpotenzial schüren. Bedarf für eine Innenstadt-Hundewiese gebe es nach seiner Einschätzung offensichtlich aber schon.

Einwohnerversammlung

Nachdem Thomas Friedrich vom Ordnungsamt der Stadtverwaltung einige „Schattenseiten“ einer solchen Hundewiese aufzeigte und dabei unter anderem die Frage nach der Entsorgung von Hundehaufen stellte und auf die zu erwartenden hygienischen Bedingungen hinwies („Ich würde mit meinen Hunden nicht auf solch eine Hundewiese gehen“), stimmte die Mehrheit des Uslarer Ortsrates für eine öffentliche Einwohnerversammlung zu diesem Thema.

Uslars Ortsbürgermeister Arno Riedke will dazu einladen, ein Termin für die Versammlung zum Thema Hundewiese wurde aber noch nicht festgelegt. (jde)

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.