20 Jungen und Mädchen zwischen sechs und elf Jahre erlebten Natur hautnah

Waldkinder für eine Woche

Lager im alten Steinbruch: 20 Kinder lebten an fünf Tagen mitten im Wald und wurden dabei von vier Waldpädagoginnen betreut. Am Donnerstag wurde unter anderem das Essen zubereitet, das anschließend auf dem Lagerfeuer zubereitet wurde. Foto: Dumnitz

Schönhagen. Spielen und Leben in der Natur war die Idee für eine Waldwoche mit Kindern, die die Waldpädagoginnen Susanne Schröder, Friederike Kaiser, Susan Czibeck und Birgit Heimann im alten Steinbruch nahe des Erlebniswalds bei Schönhagen organisiert haben. 20 Kinder aus Uslar, Moringen und Hardegsen waren dabei und begeistert.

Am Montag wurde das Lager bezogen, Holz für ein Lagerfeuer für die Zubereitung des Mittagessens gesammelt. Und klare Regeln für das Leben im Wald haben die vier Betreuerinnen aufgestellt. Wichtigste Regel: Es werden keine Dinge wie Früchte, Pilze, Blätter, Moos oder Rinde in den Mund gesteckt oder gegessen. Pflanzen sollten nicht mutwillig abgerissen werden. „Daran haben sich alle gehalten“, freut sich Susanne Schröder. Vormittags wurden die Kinder zum Treffpunkt gebracht, nachmittags nach erlebnisreichen Stunden wieder abgeholt.

Am heutigen Freitag sind zur Abschiedsfeier alle Eltern und Geschwister mit dabei. Dann wollen die Jungen und Mädchen zwischen sechs und elf Jahren ihren Familien zeigen, was sie an der Waldwoche am meisten begeistert hat: schöne Stellen im Wald, die Schaukel, die Trommelhölzer oder der neue Freund.

Gleichgewicht halten

Die Kinder konnten sich weitgehend frei bewegen, lernten nicht nur ihre Muskeln auf dem Waldareal gut einzusetzen, sondern etwa auf der Slackline ihr Gleichgewicht zu beherrschen. Bewegung ist fest verbunden mit der Entwicklung des Denkens, Fühlens und der Sinnesempfindungen.

Toben und Tausendfüssler

„Der Wald ist ein optimales Übungsfeld dafür“, sagte Susanne Schröder. Mit Lupen ausgestattet wurde die Pflanzen- und Kleintierwelt in der Umgebung erkundet. Tausendfüssler wurden beobachtet und auch der Borkenkäfer. Zum Toben und Klettern boten sich Böschungen an. Und am Lagerfeuer kamen die Kinder zur Ruhe, schnitzten an Stöcken und halfen beim Kochen auf dem Feuer. „Was wir hier alles machen durften, war echt toll“, lobte ein elfjähriges Mädchen.

Aufgefallen ist den Kindern, dass es bisher überhaupt keinen Streit beim Spiel und Spaß im Wald gegeben hat, obwohl sich die Teilnehmer vorher nicht alle kannten.

Erkundet wurde auch der Erlebniswald mit einem Besuch auf dem Aussichtsturm. Einige Kinder schwammen sogar im Badeteich. Dort wurden auch die Toiletten genutzt. Selbst gebaut haben die Kinder eine Waldschaukel und einen Unterstand gegen den Regen. Außerdem sammelten sie Kräuter fürs Mittagessen und bekamen beim Schnitzen mit Messern wichtige Hinweise.

Gefördert wurde die Uslarer Ferienspaß-Aktion „Waldwoche“ unter anderem von den Niedersächsischen Landesforsten, dem Verein Erlebniswald und Revierförster Hans-Jürgen Schröder und seinem Team. (jde)

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