Minister Jörg Bode (FDP) weiht 225 Kilometer langes Teilstück in Neuhaus ein

Wanderweg ist Leitprojekt

Wandertour auf einem Teilstück des XW-Weges: Zur Einweihung des Weserbergland-Weges spazierten einige Gäste der kleinen Feier vom Wildpark entlang des herbstlich gefärbten Sollings bis zum Haus des Gastes in Neuhaus. Foto: Dumnitz

Neuhaus. Jetzt ist der 225 Kilometer lange Weserbergland-Weg mit der Bezeichnung XW offiziell eröffnet worden. Am Samstag hat der niedersächsische Wirtschatftsminister Jörg Bode (FDP) einen knappen Kilometer vom Wildpark bis zum Haus des Gastes in Neuhaus erwandert und anschließend vor etwa 60 Gästen eingeweiht.

„Ich bin davon überzeugt, dass es dem Weserbergland mit dem attraktiven Wanderweg gelingen wird, seine starke Position im wachsenden Marktsegment Wandern weiter auszubauen“, sagte Bode. Der Weg sei ein Aushängeschild für die Region.

Die Bedeutung des Wanderns als wichtiger Wirtschaftsfaktor unterstrich anschließend Jörg Haase als Vizepräsident des Deutschen Wanderverbandes (Kassel). Mit Wandern werde in Deutschland pro Jahr ein Umsatz von 18 Milliarden Euro erzielt, sagte er.

Der Fernwanderweg vom Weserstein in Hann. Münden bis nach Porta Westfalica verläuft über drei Bundesländer und eine Vielzahl von Landkreisen und Gemeinden im Weserbergland. Erst kürzlich wurde der Weg mit dem Siegel „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ vom Wanderverband ausgezeichnet.

Wilhelm Kuhlmann, Geschäftsführer des Naturparks Weserbergland war Träger des Projektes. Sechs Jahre habe es von ersten Überlegungen bis zur Realisierung gedauert. Und es habe etlicher Gespräche bedurft, bis die ausgewählte Strecke zu einem Qualitäts-Leitweg in der Region geworden ist. Landrat Rüdiger Butte, Vorsitzender des Naturparks Weserbergland und des Vereins Weserbergland Tourismus (Hameln) sagte, dass der Weg mit der Auszeichnung Qualitätsweg Wanderbares Deutschland zu den Top-Wanderwegen in Deutschland gehört.

„Es ist unser Ziel, den Weg zu einem der bedeutendsten Fernwanderwege zu machen, nur so können wir die weitere touristische Entwicklung forcieren“, so Butte.

Laut Minister Bode steuerte das Land Niedersachsen aus der Wirtschaftsförderung für Gemeinschaftsaufgaben 311 600 Euro bei. Die Kofinanzierung von 664 000 Euro teilten sich die der Landkreise Northeim, Hameln-Pyrmont, Holzminden und Schaumburg. Darin enthalten ist zudem ein Zuschuss des Landkreises Kassel.

3000 Markierungszeichen

Ausgeschildert ist der Weg mit grün-blauen XW-Zeichen. Auf der 450 Kilometer-Strecke (beide Richtungen) wurden von lokalen Helfern 3000 Zeichen angebracht, damit sich niemand verlaufe, hieß es im Haus des Gastes. Wanderer erhalten so alle erforderlichen Infos wie Entfernungen, nächste Orte, wichtige touristische Sehenswürdigkeiten und Unterkünfte.

Die Vermarktung liegt in den Händen des Dachvereins Weserbergland Tourismus (WT), sagte Rüdiger Butte. Er berichtete von großflächiger Werbung in deutschen Großstädten. Bereits jetzt gebe es eine größere Nachfrage nach dem Weserbergland-Weg, sagte WT-Geschäftsführerin Petra Wegener. (jdx)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.