Bodenfelder Biokraft- und Wärme-Initiative wirbt um Kunden und Unterstützung

Werbung für Bioenergie

Eröffnung der Schaufenster-Präsentation: Klaus Glaesner (am Tisch von rechts) warb mit Klaus Bosse vor allem um Kunden, die Nahwärme vom geplanten Biokraftwerk abnehmen. Foto: Dumnitz

Bodenfelde. Ob es eine Bodenfelder Biokraft- und Wärmegenossenschaft gibt oder nicht, hängt in erster Linie von der Zahl der potenziellen Wärmekunden ab.

Das machten am Donnerstagabend neben Klaus Glaesner und Klaus Bosse vom Arbeitskreis Öffentlichkeitsarbeit der Initiative sowie Bürgermeister Hartmut Koch mehrmals deutlich. 113 haben bisher Interesse bekundet, nötig sind mindestens 250, optimaler wären 300, hieß es von Glaesner.

Grund für das Werben für Wärmekunden war die Eröffnung einer Schaufenster-Ausstellung im ehemaligen Geschäft Dickhuth an der Bleekstraße in Bodenfelde. Mit der Ausstellung die nach Auskunft von Klaus Glaesner „ mit sehr viel, fast zuviel, Informationen“ versehen ist, sollen sich Interessierte über das Vorhaben informieren.

„Der erste Schritt zur Halbierung der Heizkosten ist der Weg zum Infocenter an der Bleekstraße“, gab Glaesner als vermeintlich werbewirksame Parole aus. Der Planer Herbert Klaft aus Kassel versprach bei der Auftaktveranstaltung für das Biokraftwerk im Herbst 2010 die Halbierung der Heizkosten gegenüber einer Öl- oder Gasheizung.

Hintergrund für das Werben ist, dass die Akteure des Arbeitskreises ab Ende Oktober zunächst bis Ende Dezember jeden Dienstag von 17 bis 18.30 Uhr über das Biokraftwerk und ein dazugehöriges Nahwärmenetz informieren wollen.

Kompetente Partner

Als kompetente Ansprechpartner stehen laut Glaesner neben einer Fachkraft des Wärmebüros Herbert Klaft (Kassel) auch Arbeitskreis-Mitglieder bereit. Unter anderem wurde Klaus Bosse genannt, der sich selbst als treibende Kraft für das ehrgeizige Vorhaben bezeichnete. Im neu eingerichteten Info-Center besteht zudem die Möglichkeit zur Interessenbekundung und Detail-Beratung. In den Räumen des ehemaligen Modehauses werden auch Anmeldungen angenommen. Zudem gebe es viel Infomaterial für die Hausbesitzer.

Erstmals ist das Infobüro am Dienstag, 30. Oktober, zur angegebenen Zeit geöffnet. Dort sind auch Terminabsprachen für Gruppen möglich, sagte Klaus Bosse, der unter Telefon 05572-7313 zu erreichen ist.

Kernstück des geplanten Biomassen-Heizkraftwerkes, das mit Holzhackschnitzel betrieben werde, soll eine wasserdampfbetriebene Turbine sein, die pro Jahr 4,1 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugt. Durch die Einspeisung ins öffentliche Netz für die nächsten 20 Jahre garantierte Herbert Klaft jährliche Einnahmen von 700 000 Euro.

Ziel der über sieben Millionen Euro-Investition ist laut Klaft die langfristige Sicherung einer preisgünstigen Heizenergie-Versorgung unter dem Ölpreis-Niveau. (jdx)

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