Kanutengruppe zum sechsten Mal für eine Woche Gast in der Region

Weser optimal fürs Paddeln

Auf geht’s zur Werra: Helga (vorn) und Walter Hesse (hinten) bringen hier ihr Boot gerade zum Auto. Trotz des schlechten Wetters freuen sie sich auf die Fahrt mit dem Kanu. Unterstützung bekam das Paar beim Tragen von Gerhard van der Heijden, der sich ebenfalls der Gruppe angeschlossen hatte. Foto: Temme/nh

Oedelsheim. Erhard Brämisch ist ein großer Fan des Weserberglandes. Seit 30 Jahren macht er Camping in Oedelsheim und fährt auf der Weser Kanu. Zum sechsten Mal hat er nun Sportsfreunde des Kanu-Verbandes Nordrhein-Westfalen zu einer einwöchigen Seniorenfahrt an die Weser geladen.

„Da mehr als 80 Prozent über 60 sind, nennen wir es Seniorenfahrt. Unsere Teilnehmer kommen inzwischen aus dem ganzen Bundesgebiet“, sagt Brämisch, der mit dem örtlichen Campingplatzbetreiber das Programm ausgearbeitet hat.

Herrliche Umgebung

Natürlich war die Gruppe nicht nur auf der Weser mit dem Kanu unterwegs, auch Werra, Diemel und Fulda wurden befahren. „Die Weser ist wunderbar zum Kanufahren, da es hier keine Schifffahrt gibt, der Fluss sehr ruhig ist und eine herrliche Umgebung hat“, bemerkt der 68-Jährige, der die Hälfte des Jahres auf dem Oedelsheimer Platz verbringt.

Vor allem die Landschaft entlang der Weser würde immer wieder von den Teilnehmern gelobt, von denen ein Großteil schon seit Jahren dabei ist. Gut an kommt bei den Kanuten auch die Diemel, da sie ein sehr sportlicher Fluss sei, wie die Sportsfreunde meinen. „Die Diemel haben wir von Haueda bis Sielen befahren. Da sie viele Kurven hat und nicht sehr tief ist, ist es nicht unbedingt etwas für Anfänger.“ Unter den mehr als 80 Teilnehmern sind vom Jüngsten mit Mitte 50 bis zum 89-Jährigen sowieso nur erfahrene Paddler.

Obwohl das Wetter Anfang der Woche eher mäßig war, ließen sich die Teilnehmer nicht die gute Laune verderben: „Zum Schutz legen wir eine wasserdichte Decke über die Beine und tragen entsprechende Kleidung. Dann macht das Kanufahren auch bei Regen Freude“, sagte Herbert Hud. Auch für den Dortmunder ist die Seniorenfahrt seit vielen Jahren ein Muss: „Von Oedelsheim aus kann man interessante Flüsse mit schönen Landschaften schnell erreichen, das macht die Sache auch aus.“

Tatsächlich sind die Kanufreunde allmorgendlich mit ihren Booten zu verschiedenen Zielen aufgebrochen, haben die Kanus auf ihre Fahrzeuge verladen, um etwa nach Hann-Münden, Melsungen oder Haueda zu fahren. Nur am zweiten Tag seien sie gleich vom Campingplatz aus weserabwärts nach Herstelle gepaddelt.

Die Teilnehmer sind davon überzeugt, dass gekonntes Kanufahren der Umwelt keinen Schaden zufügt: „Touristen, die mit dem Kanu nicht umgehen können, richten Schaden an, wir aber nicht“, sagt Brämisch. (nh) HINTERGRUND

Von Tanja Temme

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