An zwei Tagen wurden Radfahrer von Tourismus-Experten bei Oedelsheim befragt

Weser-Radweg begeistert

Unscheinbarer grauer Kasten: Die Zählstelle für Radfahrer (vorn im Bild) ist bei Oedelsheim an einem Laternenpfosten montiert. Im Auftrag des Dachverbandes Weserbergland Tourismus soll die Frequentierung gemessen werden. Fotos: Dumnitz/zjs

Oedelsheim. Ein wenig außer Atem waren die Radfahrer schon, die am Samstag und Sonntag von Bursfelde aus in Oedelsheim ankamen. Hinweisschilder machten darauf aufmerksam, dass am Ortseingang des Weser-Dorfes eine Befragung stattfindet. Einige wenige radelten genervt weiter, die meisten nutzten die Befragungsaktion des Tourismus-Verbandes als willkommene Verschnaufpause im Schatten hoher Bäume.

Hintergrund der Radfahrer-Befragung war das Aufstellen einer Zählstelle nahe Oedelsheim (wir berichteten). Der Dachverband Weserbergland Tourismus mit Sitz in Hameln hat in seinem Zuständigkeitsbereich solche Zählstellen an der Oberweser sowie in Stolzenau und Hessisch Oldendorf aufstellen lassen. Die drei Zählstellen sollen in den kommenden drei Jahren verlässliche Zahlen über die Frequentierung des Weges liefern.

Mit der zweitägigen Befragung, die an allen drei Zählstellen jeweils einmal im Frühjahr und im Herbst stattfinden sollen, wollen die Tourismus-Experten weitere Erkenntnisse quasi aus erster Hand erfahren. Auf fünf Seiten wurden die Antworten der Radfahrer notiert, die freiwillig sagten, was der Anlass ihrer Radreise entlang der Weser war und wie sie zu der Tour angereist sind.

Außerdem wurde in dem Fragebogen, den Touristiker und Helfer des Büros Radschlag (Berlin) für die Befragten ausfüllten, nach dem Verhalten auf der Tour gefragt, ob beispielsweise für Sehenswürdigkeiten oder das Besichtigen bestimmter Orte vom Hauptweg abgewichen werde. Etliche sagten, dass sie für etwas Besonderes auf der Strecke auch Umwege machen würden. Fast alle waren von ihrem bisher zurückgelegten Weg aus Richtung Höxter oder auch aus Hann. Münden begeistert. Der Zustand des Weges sei toll, wurde gelobt. Einzelne kritisierten die nicht einheitliche Ausschilderung.

Als kleines Dankeschön wurden an die befragten Radfahrer an der Station in Oedelsheim 320 Äpfel verteilt, die die Rad-Touristen gern annahmen nach dem kurzweiligen Zwischenstopp. (zjs)

Von Jürgen Dumnitz

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