Nach Verkauf durch Landkreis

Weserwiese Wahmbeck: Aus dem früheren Freizeitheim wird ein Hostel

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Weserwiese Wahmbeck: Das ehemalige Freizeitheim, in dem der Kreis Northeim ein Jahr lang Flüchtlinge untergebracht hatte, will Sabine Niedermaier zum Hostel umgestalten. Foto: Schmidt-Hagemeyer

Wahmbeck. Einladende Tische mit Blumen lassen sofort erkennen: Im ehemaligen Freizeitheim Wahmbeck ist wieder Leben eingekehrt.

Zum 1. Mai hat Sabine Niedermaier das Haus vom Landkreis Northeim gekauft und wohnt seitdem nebenan in dem kleinen Steinhaus, das dem Kirchenkreis Leine-Solling als Ferienhäuschen diente.

Durch das hübsche 65 Quadratmeter große Häuschen, von dessen Terrasse man direkt auf die Weser schaut, ist Niedermaier, die zuvor in Neustadt an der Weinstraße wohnte, überhaupt auf Wahmbeck aufmerksam geworden. Ihr Mann habe das Haus im Internet entdeckt, berichtet sie. Im September 2017 folgte eine Besichtigung vor Ort. „Ich war begeistert von der Gegend, dem Dorf und dem Anwesen mit der großen Wiese direkt an der Weser“, erzählt die 53-Jährige aus der Pfalz. „Auch das große Haus hat Charme.“ Die Gedanken sprudelten.

Wiese zum Feiern

Schnell kam die Idee, am Weserradweg ein Hostel, das „Weserwiese Wahmbeck“ heißen soll, zu eröffnen. Radwanderer und Kanuten sollen hier übernachten können. „Oder Menschen, die Ruhe suchen und fernab des Großstadtrummels zu sich selbst finden möchten“, sagt Niedermaier. Außerdem böten sich Saal und Wiese für Familien- und Hochzeitsfeiern an.

Zusammen mit dem Gebäude, indem zuletzt Flüchtlinge lebten, hat der Landkreis das Inventar inklusive 99 Betten verkauft. In den 12 bis 20 Quadratmeter großen Räumen sollen damit Zwei-, Vier- und Sechs-Bett-Zimmer entstehen. „Vor allem muss Farbe ins Haus, damit sich Gäste wohlfühlen können“, meint Sabine Niedermaier.

Seit Ende April ist sie in Wahmbeck und hat schon eine Menge erledigt. Der Rasen vor dem künftigen Hostel und die große Wiese dahinter sind gemäht, die Blumenbeete vom Unkraut befreit. Im Haus sind alle Wände weiß gestrichen. In Kürze beginnt ein gerade eingestellter Hausmeister mit der Arbeit. Denn noch sei viel zu tun.

Im Moment experimentiert die neue Hausherrin im künftigen Frühstücksraum mit apfelgrünen Vorhängen. Auch im Flur soll eine Wand bunt werden. Nach und nach will sie Raum für Raum hübsch und bewohnbar machen. „Ich habe noch viele Ideen, will aber erst mal abwarten, wie das Angebot genutzt wird“, so Niedermaier.

An den Tischen vor dem Hostel sollen Besucher am Wochenende schon bald Kaffee und Kuchen genießen können. Ziel für dieses Jahr sei es, den Bekanntheitswert der „Weserwiese Wahmbeck“ zu erweitern, zu vermitteln, dass man hier feiern und übernachten kann. Pro Person soll die Übernachtung mit Frühstück 25 Euro kosten. Sabine Niedermaier: „Ich freue mich auf den ersten Gast.“ 

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