Gruppe Erwachsener sorgt in Wiensen für den Erhalt einer Tradition zu Silvester

Wieder Bock auf Neujahrsbock

Unterwegs: Beim Besuch der Silvesterparty bei Werner Nolte (auf der Treppe hinten) wurde der Wienser Bock für ein Gruppenfoto mit den Trägern und den Feiernden abgelegt. Foto: Röber

Wiensen. Fast wäre die Wienser Tradition, am Silvesterabend mit einem selbstgebauten Neujahrsbock durch das Dorf zu ziehen, untergegangen. Aber es hat sich eine Gruppe zusammengefunden, die nun seit einigen Jahren den Brauch weiterführt.

In der Vergangenheit waren es die Jugendlichen und Konfirmanden, die einen Bock bauten und auf ihrem Weg durch das Dorf Spenden sammelten, darunter auch Würste und Getränke, und diese anschließend gemeinsam verzehrten. Doch im Laufe der Jahre hatten sie „keinen Bock“ mehr und sind gleich zum Feiern und Trinken übergegangen – ohne den lästigen Weg durch das Dorf, womöglich bei schlechtem Wetter, wie in diesem Jahr. Nachdem vor einigen Jahren gar kein Neujahrsbock mehr durch das Dorf zog, hat eine Gruppe Erwachsener die Tradition bewahrt und bemüht sich nun darum, sie den jungen Leuten wieder näher zu bringen.

Der Wienser Neujahrsbock ist eine Konstruktion auf einer von zwei Personen getragenen Leiter, die mit Tüchern abgedeckt wird. In diesem Jahr fiel sie mit einer Kopfhöhe von 2,5 Metern besonders groß aus und ähnelte eher einer „Riesen-Kuh“ als einem Bock.

Da die Personen unter den Tüchern nichts sehen können, hat der Führer mit der Kette eine wichtige Aufgabe. Das Besondere am Wienser Bock sind die Hörner, die bereits seit den 1960er-Jahren verwendet werden und die Unterschriften der Beteiligten aus den vorherigen Generationen tragen.

In diesem Jahr hat die Neujahrsbock-Gruppe beschlossen, die nach Abzug der Kosten und einer Party verbleibenden Überschüsse dem Förderverein Dorfgemeinschaftshaus Wiensen zu spenden. (rö)

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