Windrad-Betreiber wehrt sich gegen die Vorwürfe der Bürgerinitiative

Uslar/Arenborn. „Das ist alles an den Haaren herbeigezogen.“ Mit diesen Worten reagiert Marc Jakobi aus Arenborn als Mitbetreiber der bestehenden und der geplanten zweiten Windkraftanlage zwischen Verliehausen, Arenborn und Ahlbershausen im hessisch-niedersächsischen Grenzgebiet auf die Vorwürfe und Behauptungen der Bürgerinitiative Lebenswerte Lichtenbergdörfer.

Dass Häuser wegen des Windrads beben, bezeichnet er als unwahre Behauptung. Wenn das so wäre, sollten sich die Leute doch mit ihm in Verbindung setzen. Der 29-jähriger Mechatronikermeister aus Arenborn, Mitbetreiber der BHS Windkraft GmbH aus Minden, sieht sich einer Kampagne ausgesetzt mit haltlosen Vorwürfen und macht deutlich, dass das Windrad gar nicht genehmigt worden wäre, wenn die Behauptungen der Gegner stimmten. Die Vorwürfe seien unbewiesen in die Öffentlichkeit gebracht worden, um die Angelegenheit zu manipulieren. Doch rechtlich gesehen sei alles nicht haltbar, sagt Jakobi.

Vielmehr verweist er auf einen Anwohner, der mit seiner Familie 400 Meter von der Anlage entfernt wohne und weder Schall-, Schatten- noch Vibrationsprobleme habe.

Jakobi fügt bei allem Frust auch hinzu, dass er die Bürgerinitiative ernst nehme und verweist auf ein Schallgutachten, das er als Mitbetreiber auf freiwilliger Basis in Auftrag gegeben habe. Das Ergebnis laut Jakobi: Die Grenzwerte würden nicht überschritten. Das Gutachten liege beim Landkreis als Genehmigungsbehörde vor und auch zur Einsicht aus. Zum Thema Eisschlaggefahr sagt Jakobi, dass das Windrad ein Erkennungssystem habe: Sobald sich Eis bilde, werde das Windrad angehalten.

Darüber hinaus habe er rund um die Anlage vier Warnschilder aufgestellt, die er vorher bei der Stadt angemeldet habe. Jakobi: „Leider sind zwei dieser Schilder von einer unbekannten Person mit roter Farbe besprüht und unlesbar gemacht worden.“

Als Schikane bezeichnet es der Windkraftanlagenbetreiber, dass er im Sommer mitten in der Nacht einen anonymen Anruf erhalten habe. Der unbekannte Anrufer habe ihn aufgefordert, das rote Licht am Windrad auszustellen. Jakobi macht klar: Das ist nicht zu ändern, sondern eine Vorgabe der Luftfahrbehörde.

Bisher habe es nur eine Beschwerde gegeben, die direkt an ihn gerichtet worden sei. Es habe sich jemand wegen Schattenbildung beschwert. Daraufhin habe er die Anlage sofort abgestellt. D as sei überhaupt kein Problem. Der Windradbetreiber sagt auch deshalb, mitreden zu können, weil er selbst 1000 Meter von der Anlage entfernt wohne.

Zum Stand der Planungen für das zweite Windrad berichtet Jakobi, dass bisher alles auf eine Genehmigung hin- auslaufe. Geplant ist der Bau für 2016, sagte der Arenborner und erneuert sein Angebot, sich bei Fragen direkt an ihn zu wenden, sofern man sich mit Namen meldet: Marc Jakobi, Telefon 0152-53925306, E-Mail-Adresse: Marc.Jakobi@web.de.

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