Woche der Diakonie bringt 2700 Euro Startkapital für neuen Hilfsfonds

Einsatz für Ausbildungsfonds: 250 Gläser selbstgemachte Marmelade brachten sie beim Uslarer Landmarkt gegen Spenden unter die Leute. Beteiligt waren Grundschule Schönhagen-Sohlingen, Kindergarten, Konfirmanden-Gruppe und Kirchenvorstand aus Schönhagen. 650 Euro kamen zusammen. Foto: Schneider

Uslar/Bodenfelde. Die erste Woche der Diakonie in der Region Uslar/Bodenfelde ist vorbei. Wir bilden hier das Fazit der Organisatoren ab.

Im Mittelpunkt des Veranstaltungsreigens mit allen Kirchen- und Kapellengemeinden und dem Diakonischen Werk stand das Motto „Zusammen besser leben“ und die Werbung für den Schüler- und Auszubildendenfonds „Alles dabei - damit Bildung gelingt“. 

Wie war die Beteiligung an der Woche der Diakonie?  

An den neun Veranstaltungen und Aktionen in Volpriehausen, Schoningen, Schönhagen, Uslar, Bodenfelde nahmen 430 Personen teil.

Was war den Gastgebern inhaltlich gesehen wichtig? 

Es wurden Veranstaltungen für verschiedene Zielgruppen umgesetzt, für Kirchenvorsteher und Politiker; Akteure aus Vereinen, Wirtschaft und Kirche; Frauen in Armutslagen; Kinder; Flüchtlinge und offene Veranstaltungen für alle Interessierten. Wichtig war, dass die Veranstaltungen kostenlos waren, so dass keine finanzielle Hindernisse bestanden, daran teilzunehmen.

Was hat die Woche der Diakonie erreicht? 

Die Woche hat dazu beigetragen, dass man viele Möglichkeiten und die Zeit hatte, um über die Problemlagen der Menschen vor Ort zu sprechen. So konnten die Gastgeber die Woche dazu nutzen, um intensiver in Kontakt zu treten. Da war zum Beispiel die Erkenntnis eines Lehrers, der bei der Fülle an zu besorgendem Schulmaterial noch einmal selbstkritisch hinterfragt hat, ob es nicht für alle Familien so einfach ist, das Geld für die Materialien aufzubringen. Und von Armut betroffene Eltern zeigten sich dankbar, dass die Situation und Lebensbedingungen für Menschen in Armutslagen sichtbar gemacht wurden.

Was war das Besondere an der Diakonie-Woche? 

Es wurden Menschen zusammen und ins Gespräch gebracht, die ansonsten wahrscheinlich nie in Kontakt kommen würden wie Personen, die von Armut betroffen sind, und die, die sich keine Sorgen machen müssen. Es wurden Visionen und Ideen gesammelt für ein besseres Zusammenleben wie beispielsweise flächendeckendes Bürgerbusnetz für alle Dörfer, besserer Internetzugang auf den Dörfern für Home-Office. Dazu zählt auch die Forderung, Armut nicht mehr zu verleugnen.

Für den neuen Schüler- und Ausbildungsfonds wurde gesammelt. Was kam dabei heraus und was leistet der Fonds? 

2700 Euro sind während der Woche der Diakonie gesammelt worden, darunter ein großer Teil zum Beispiel durch den Verkauf von selbstgemachter Marmelade von Kindergartenkindern, Schülern, Konfirmanden und Kirchenvorstandsmitabeitern der Kirchengemeinde Schönhagen. Aus dem Fonds gibt es Geld für Beihilfen für Schulmaterial und Klassenfahrten für Kinder und Jugendliche aus Familien mit geringem Einkommen aus Uslar und Bodenfelde. Die finanziellen Hilfen werden durch den Diakonie-Laden Jacke wie Hose und durch Spenden ermöglicht.

Im Abschluss-Gottesdienst wurde wurde gefragt, wie ein Wunder für die Region Uslar/Bodenfelde aussehen kann? 

Die Antwort der Organisatoren lautet: „Wenn wir wollen, dass ein Wunder geschieht, dann können wir alle mit kleinen Taten dazu beitragen. Es geht nur zusammen. Doch zunächst müssen wir hinsehen und auf Missstände hinweisen.“

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