7,5 Tonnen schwer

XXL-Weihnachtsbaum für die Autostadt Wolfsburg kommt aus dem Solling

Sievershausen. Etwa 80 Jahre lang ist die Sollingfichte am Rothen Sol im Wald von Revierförster Uwe Sonnabend ungestört gewachsen. Am Donnerstag hing sie nach wenigen Minuten Arbeit mit langen Ketten an zwei Haken - und zwar am Stück mit allen Zweigen.

Zwei Schwerlastkräne hievten den 26 Meter langen und 7,5 Tonnen schweren Baum durch die Luft. Dann wurde der Baumgigant zentimetergenau auf einem XXL-Schwerlasttransporter abgelegt und anschließend stundenlang mit Spanngurten und Seilen für den Transport über Landes- und Bundesstraßen und die Autobahn verzurrt.

Baum mit 40.000 Lichtern

Die Sollingfichte soll als XXL-Weihnachtsbaum Mittelpunkt des Weihnachtsmarktes in der VW-Autostadt in Wolfsburg werden. Ausgesucht haben den Einzelbaum Björn Maibaum, der bei VW für die Außenanlagen zuständig ist, und Sollingförster Armin Ristau schon im Sommer.

Ristau gilt im Forstamt Dassel der Niedersächsischen Landesforsten als Weihnachtsbaum-Beauftragter. Um ein für die Autostadt geeigneter Weihnachtsbaum zu werden, ist ein gleichmäßiges Astwerk rundherum wichtig, denn in den nächsten Tagen sollen die Solling-Fichte 40.000 Lichter zieren, der Mega-Baum ein Hingucker auf dem Weihnachtsmarkt ab dem 1. Adventswochenende auf dem Gelände des Autobauers werden.

Während der Baum für die Forst rund 6000 Euro Verkaufserlös bringt, kostet die ganze Aktion rund 30.000 Euro. Nach dem Verladen im Wald setzte sich der Schwertransport mit der Baumfracht Richtung Braunschweig in Bewegung.

XXL-Fichte aus dem Solling als Weihnachtsbaum für Wolfsburg

Vom Hof der Spedition soll er in einer zweiten Etappe am Freitag bis nach Wolfsburg gefahren werden. Dort steht eine Nachtschicht für die Schwerlastkranführer und das gesamte XXL-Weihnachtsbaum-Team an.

Verzurren für den Transport

Auf dem Gelände der Autostadt soll der Aufbau möglichst wenig den normalen Tagesbetrieb mit hunderten Besuchern stören, hieß es. Deshalb werde der Baum auch nachts aufgestellt und mit Spezialgurten sturmfest verzurrt.

Nachdem Baumkletterer Sebastian Pockrandt vom Haken des 100-Tonnen-Kranes aus die erste Kette um den Stamm befestigte, ging es ziemlich schnell. Baumpfleger Detlev Klapper (beide Braunschweig) setzte die Motorsäge an, und schon nach wenigen Minuten hing der 7,5 Tonnen Baumgigant am Haken in der Luft. Das gesamte Team waren erfahrene Mitarbeiter verschiedener Unternehmen, die laut Klapper prima zusammengearbeitet haben.

Deutlich mehr Zeit als das Absägen nahm das abschließende Verzurren bis in den späten Nachmittag in Anspruch, denn für den Transport auf der Straße darf die Spezialfracht nicht breiter als 4,50 Meter und höher als 4,30 Meter sein.

Von Jürgen Dumnitz

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