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Aus für Bundesstützpunkt zentrales Thema bei Versammlung des Ski-Clubs Willingen

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Von: Wilhelm Figge

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Die geehrten langjährigen Mitglieder des Ski-Club Willingen mit Präsident Jürgen Hensel (links).
Die geehrten langjährigen Mitglieder des Ski-Club Willingen mit Präsident Jürgen Hensel (links). © Wilhelm Figge

Das Aus für den Bundesstützpunkt Willingen/Winterberg prägte die Versammlugn des Ski-Clubs. Auch sonst sieht er sich vor Herausforderungen – und präsentiert Lösungen.

Willingen – Die Trainingsbedingungen für Wintersportler standen im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung des Ski-Clubs Willingen: In der EWF-Biathlonarena wurde viel investiert, parallel die neue Schanze geplant, welche die große Lücke zwischen der 45er am Orenberg und der 130er am Mühlenkopf schließen soll. „Und dann stellt Berlin mit der Aberkennung des Stützpunkts Willingen/Winterberg als Bundesstützpunkt alle Bemühungen der Vergangenheit infrage“, hielt Wilhelm Saure fest, zusammen mit Jörn Kesper und Jürgen Hensel einer der drei SCW-Präsidenten.

Vereine, Skiverbände, Landessportbünde und Landesministerien in Hessen und NRW hätten viel investiert – nicht nur Geld, auf Seite der Vereine auch ehrenamtliches Engagement, Zeit und Nerven. Dem Leistungssport in Deutschland werde durch die Aberkennung ein Bärendienst erwiesen, befand Saure: „In Berlin ist man von einer breiten Basis, welche als Grundlage für das Hervorbringen sportlicher Leistungsträger zwingend erforderlich ist, soweit entfernt wie Willingen vom nächsten Bundesstützpunk in Oberstdorf.“

Saure erläuterte die Folgen: Bundesförderung für Personal, Sportstätten und Investitionen fällt weg. Während die Oberstufe der Uplandschule laut Schulleitung bestehen bleibe, hingen am Status als Eliteschule des Sports zwei Lehrertrainerstellen. Die Athleten verlieren Beratungs- und Physio-Angebote in Winterberg. Mittelfristig gebe es keine Einstufung von Ski Nordisch und Biathlon als Schwerpunktsportarten mehr, woran wiederum je drei Landestrainerstellen hängen.

Der Schanzenneubau könne zu den Akten gelegt werden, ergänzte Jörn Kesper. Die Auswirkungen auf den Weltcup seien noch unabsehbar. Die Folgen wären klar: Durch das von vielen Helfern unterstützte Großereignis sei der Ski-Club in der Lage, die Trainer Jörg Pietschmann und Mario Rummel zu beschäftigen und könne Eltern wie Athleten stärker unterstützen als andere Vereine. Kesper erinnerte auch: Nicht der Vorstand sei der Verein, sondern die Mitglieder. Ihr Engagement sei entscheidend, helfende Hände zu finden, werde aber schwierig.

Weltcup Willingen: Keine Zuschauer, aber erstmals Atheltinnen dabei

Jürgen Hensel blickte auf den Weltcup zurück: Eigentlich sei der Ski-Club bestens auf Zuschauer vorbereitet gewesen, als dann am 22. Dezember Veranstaltungen mit Publikum doch untersagt wurden: „Das braucht kein Mensch.“ Herausfordernd sei auch gewesen, für alle Sportler, die zu den Olympischen Spielen weiterreisten, PCR-Tests vorzuhalten. Ein Pluspunkt war, dass erstmals Frauen am Start waren: Sprungweiten bis zu 151 Metern seien beeindruckend, sie hätten nicht viel mehr Anlauf als die Männer gehabt.

„Wir wollen deutlich machen, dass wir nicht nur Weltcup-Veranstalter sind, sondern auch die Nachwuchsarbeit im Fokus haben“, betonte Kesper angesichts eines „Marathons“ an Veranstaltungen seit der letzten Versammlung. Damit führte der SCW Kinder und Jugendliche an den Wintersport heran und bot jungen Talenten aus ganz Deutschland Wettkämpfe. Auch Bike-Festival und Mühlenkopfkraxler wurden unterstützt.

Die Hängebrücke Skywalk werde die Besucherzahlen an der Schanze erhöhen. Dieser Aufwand, zusammen mit den Baubesprechungen, Sitzungen, Eltern- und Schulgesprächen sei nicht mehr ehrenamtlich zu stemmen, hielt Jörn Kesper fest. Der Ski-Club wolle deshalb wieder einen Geschäftsführer installieren: Markus Hensel tritt das Amt im Frühjahr an. Er pflege enge Verbindung zum Verein und bringe als Sportwart Nordisch Erfahrungen mit. (wf)

Ehrungen beim Ski-Club Willingen

Langjährige Mitglieder des Ski-Clubs Willingen wurden bei der Jahreshauptversammlung im Waldecker Hof für ihre Treue geehrt. Als Jubilare geladen waren:

75 Jahre: Reinhard Meyer.

70 Jahre: Herbert Figge, Arnold Meyer und Albert Schäfer.

65 Jahre: Manfred Kesper, Dieter Kramer, Wolfgang Staede und Arndt Wittenborn.

60 Jahre: Dieter Diez, Hans-Günter Fistler, Heidi Kesper, Helmut Korte, Friedrich Kramer, Ernst Stede und Herbert Wittenborn.

50 Jahre: Birgit Arendt, Bernd Kesper, Heinz-Friedrich Meyer, Annette Pöttner, Jochen Schmitt, Volker Schröder, Dieter Schütz, Irmhild Turba, Armin Wegner, Friedhelm Wilke und Uwe Ziemann.

40 Jahre: Herbert Asmuth, Markus Behlen, Dirk Grebe, Dieter Jäger, Frank Kesper, Anke Keudel und Sven-Ake Wegner.

25 Jahre: Dirk Bender, Günther Gröticke, Anna Häfele, Matthias Heerdt, Claudia von der Heide, Karolin Horchler, Kristin Horchler, Sven Lohschmidt, Stefan Schnickmann, Dieter Thoma, Holger Vogel und Markus Winter.

Auch erfolgreiche Athleten wurden bei der Versammlung geehrt. Ein Bericht dazu, zur sportlichen Entwicklung in Skisprung, Langlauf, Biathlon und Fußball und zu den Bauvorhaben des Ski-Clubs Willingen folgt.

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