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Baugebiet in Rattlar soll weiterentwickelt werden

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Von: Wilhelm Figge

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Vergrößert und neu geordnet werden soll das Baugebiet oberhalb Rattlars. Vorgeschlagen wird, einen langen Streifen zwischen „Zur Laake“ und „Talgang“ einzubeziehen (im
Vergrößert und neu geordnet werden soll das Baugebiet oberhalb Rattlars. Vorgeschlagen wird, einen langen Streifen zwischen „Zur Laake“ und „Talgang“ einzubeziehen (im © Wilhelm Figge

Das Baugebiet „Auf der Laake“ in Rattlar soll vergrößert und geordnet werden. Es gibt allerdings Konfliktpotenzial mit der Dorfentwicklung.

Willingen-Rattlar – Die Gemeinde Willingen möchte Wohnbebauung in Rattlar unterstützen: In den vorhandenen Bebauungsplan „Auf der Laake“ soll dazu eine weitere Flur einbezogen worden, die sich an die Flächen oberhalb der Straße „Über dem Dorfe“ anschließt. Der Bauausschuss empfiehlt der Gemeindevertretung einstimmig, den entsprechenden Aufstellungsbeschluss zu fassen.

„Die Gemeinde reagiert damit auf Hinweise und Wünsche der Rattlarer Bevölkerung, die gerne bauen würde“, erläuterte Bürgermeister Thomas Trachte. Mit Einbeziehung der Parzelle könnte das Baugebiet neu geordnet werden: Verkehrsflächen, unbebaute Stücke und Platz für zehn bis zwölf Häuser ließen sich dann verteilen.

Spannend werde das Projekt durch die Teilnahme der Gemeinde am Dorfentwicklungsprogramm, führte Trachte aus: Diese erlaube keine neuen Bebauungspläne, die der Innenentwicklung der Dörfer zuwiderlaufen. Die Kommune müsse mit Landkreis und Land Diskussionen führen, das Potenzial von Bauland und Leerständen im Ortskern analysieren und beweisen, dass durch die Ausweisung eines Baugebiets keine Konkurrenz für den Ortskern entsteht.

In Gesprächen mit dem Ortsbeirat hätten sich jedenfalls keine Alternativen aufgezeigt, erklärte der Bürgermeister weiter. Die gewünschte Entwicklung im Ortskern könne nur funktionieren, wenn auch ausreichend Menschen im Dorf leben. Der Rattlarer Gemeindevertreter Manfred Feister (SPD) bestätigte die Notwendigkeit von Bauland: „Viele wollten schon bauen, sind aber abgewandert, weil sie nicht konnten. Es gibt aber weiter viele, die Interesse haben.“

„Wir begrüßen, dass in jedem Ort Möglichkeiten geschaffen werden, damit junge Familien sich ansiedeln können“, hielt Friedrich Wilke für die Freien Wähler fest. Er hinterfragte jedoch die Eigentumsverhältnisse und befand, dass die Gemeinde erst Eigentümer sein sollte, bevor sie Baurecht schaffe – andernfalls sei das Risiko zu groß, dass ein Gebiet ausgewiesen, aber dann doch nicht bebaut werde.

Einige der Interessenten besäßen schon Land, stellte Feistner klar. Ansonsten stimmte der Bürgermeister ihm zu: Es gebe eine schriftliche Vereinbarung, dass das Land zur Verfügung stehe, wenn das Baurecht geschaffen werde. Das solle juristisch noch verbindlich gemacht werden, bevor das Bauleitverfahren zum Abschluss kommt. (wf)

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