Fußball-Verbandsliga:

Dumme fünf Minuten: SC Willingen verspielt gegen Sand eine Führung und verliert 2:4

Alle Kraft in einen Schuss gelegt: Der ehemalige Edertaler Artur Radig (Sand) kommt hier vor Christian Kuhnhenne (Willingen) zum Abschluss.
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Alle Kraft in einen Schuss gelegt: Der ehemalige Edertaler Artur Radig (Sand) kommt hier vor Christian Kuhnhenne (Willingen) zum Abschluss.

Der Deckel für den ersten Saisonsieg des SC Willingen im Verbandsliga-Spiel gegen den SSV Sand war eigentlich schon fast drauf, doch in der Schlussphase fiel er noch ab. Die Upländer verloren das Heimspiel mit 2:4 (0:1).

Willingen – Es sah in der ersten Halbzeit nicht nach einer torreichen Partie aus. Sie war geprägt von Hektik und beide Mannschaften suchten nach ihrer spielerischen Linie. Auf beiden Seiten waren viele leichte Ballverluste zu sehen.

Wilingens Coach Dardan Kodra forderte bereits nach zwei Minuten von seinen Spielern „mehr Ruhe am Ball“. Und auch sein Kollege aus Sand, Mario Deppe, rief nach „mehr Ballbesitz“. Doch die Hektik in dieser Begegnung konnten die Coaches nicht einfach auswechseln.

Die Willinger hatte die erste Chance durch einen Schuss von Florian Heine (15.), der aber kein Problem für SSV-Torwart Christof Rick war. Fünf Minuten später spielte Christian Kuhnhenne einen schönen Steckpass hinter die Kette auf Sebastian Müller, doch sein Schuss klärte der Sander Keeper mit einer Fußabwehr.

Mehr Glück hatten die Gäste als der Ball nach einer Kopfballstafette über Artur Radig zu Jan Philip Schmidt rollte, der ihn aus 18 Metern volley nahm und mit diesem Schuss den Willinger Torwart Florian Bourma keinen Abwehrmöglichkeit ließ. Er stand erneut für den diesmal erkrankten Yannick Wilke zwischen den Pfosten. Kurzfristig war bei den Willingern auch Fynn Butterweck zum Einsatz gekommen, weil sich Matthias Bott beim Aufwärmen an Wade verletzt hatte.

Die Willinger erarbeiteten sich nach 33 Minuten die größte Möglichkeit im ersten Durchgang. Müller lief Torwart Rick an, setzte ihn unter Druck, dadurch rutschte ihm der Ball beim Schuss über den Spann und das Spielgerät landete bei Heine. Der ließ seinen Gegenspieler aussteigen, das Tor war, leer, aber auch dem Willinger Torjäger verunglückte der Schuss aus 14 Metern und der Ball prallte an die Latte. Die Willinger machten nun mehr Druck und das ließ sie optimistisch in die zweite Halbzeit blicken.

Elfmeter bringt den Willinger Ausgleich

Das Spiel wurde nun auf beiden Seiten ansehnlicher und die Willinger schienen es immer besser in den Griff zu bekommen. Sie benötigten einen Elfmeter zum Ausgleich. Nach einem Foul an Heine ließ sich Jan Henrik Vogel (56.) diese Chance nicht entgehen. Und die Kodra-Elf blieb nun am Drücker, wurde für ihren Eifer mit dem 2:1 belohnt. Sebastian Müller traf in der 67. Minute mit einem satten Schuss von der Strafraumkante.

Doch mit einer Unaufmerksam in der Abwehr nach einer Ecke verloren die Willinger ihr Ziel, erster Saison-Dreier, langsam aber sicher aus den Augen. Der Volkmarser Leon Winkelheide (80.) stand bei dem Eckball sträflich frei und köpfte ein zum Ausgleich. Beide Teams spielten nun auf Sieg und den Gästen gelang dieses Vorhaben. Der ansonsten starke Vogel verlor den Ball nahe der eigenen Strafraumlinie an Antonio Bravo-Sanchez. Er flankte den Ball von links auf Leon Koch, der den Ball im langen Eck des Willinger Tores unterbrachte. Die Gastgeber machten nun hinten auf und statt vorn noch den Ausgleich zu erzielen, liefen sie in einen Konter, den Felix Mertsch in der Nachspielzeit zum vierten Tor und dem glücklichen Sieg der Sander abschloss.

„Wir waren eigentlich schon tot“

„Wir waren nach dem 2:1 der Willinger eigentlich schon tot“, gab auch der Sander Coach Deppe zu, „aber es war klasse, wie wir dann nochmal zurückgekommen sind.“ Mehr Ruhephasen nach der Führung hätte sich der Willinger Trainer Kodra gewünscht. „Nach 70 Minuten sah alles nach einem Sieg für uns aus, der auch verdient gewesen wäre, und dann haben wir innerhalb von fünf Minuten alles hergegeben, was wir uns vorher hart erarbeitet hatten.“ Trotz der Niederlage blickt Kodra auch positiv auf dieses Spiel: „Wir haben auch einige gute Dinge von uns gesehen, auf die können wir aufbauen.“ (ni)

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