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Eine perfekte Rocknacht: AC/DC-Tribute-Show begeistert in Usseln

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Beste Stimmung im Publikum: Während die Ballbreakers auf der Bühne unter Dampf stehen, ist vor der Bühne Headbanging angesagt.
Beste Stimmung im Publikum: Während die Ballbreakers auf der Bühne unter Dampf stehen, ist vor der Bühne Headbanging angesagt. © Barbara Liese

Die Schützenhalle in Usseln liegt im tiefen, künstlichen Nebel, der von bunten Scheinwerferblitzen unterbrochen wird. Zwei Metal-Bands aus dem Upland und Kassel und natürlich die AC/DC-Tribute Show der Ballbreakers versprechen einen langen und lauten Abend. Ralf Heine, Vorsitzender der Schützengesellschaft 1877 Usseln, steht zufrieden am Eingang.

„Seit 2019 konnten wir wegen Corona kein großes Event mehr organisieren. 2019 war das letzte Konzert mit den Ballbreakers, und jetzt starten wir mit dieser Band wieder durch. Wir sind ausverkauft, die Fans sind bester Laune.“

Die Upländer Band „A Fading Memory“ kommt mit Coverversionen moderner Metal-Musik als erstes auf die Bühne. Dennis Höhle (Bass), Marc Albrecht (Leadgitarre), Lukas Schuppe (Schlagzeug) und Michael Emde (Gesang) waren ein bisschen aufgeregt. „Wie haben schon einige Konzerte gespielt, aber noch nie vor einem so großen Publikum. Die Stimmung hier ist super, für uns war der Auftritt perfekt“, sagen sie nach ihrem Konzert.

Hart und Laut geht es zu, als die Kasseler Independent-Rockformation „Don’t call me Junior“ die Bühne übernimmt. Die vier Musiker Dirk Unverricht (Gesang, Gitarre), Basti Hamel (Bass, Gesang), Mario Millisterfer (Gitarre) und Florian Müller (Drums) lassen mit ihren eigenen Songs die Halle beben. „Dirk schreibt die Texte, und gemeinsam bringen wir unsere Rockideen dazu“, erklärt Basti Hamel.

Während des Bühnenumbaus stimmt sich das Publikum schon Acapella mit Refrains der berühmtesten Songs auf die rund zweistündige AC/DC-Show der Ballbreakers ein. Seit 2006 ist die Band als Coverband unterwegs. Mit dem Ruf ‚straighter Beats, mächtiger Basslines, Riffs direkt aus der Hölle und Vocals vom Teufel’ haben sie in den vergangenen Jahren ihren überregionalen Erfolg aufgebaut. Tatsächlich, erzählen sie, habe sich das AC/DC-Programm eher zufällig ergeben. „Es ist natürlich die Band unserer Jugend, nicht die einzige, aber doch wichtig. Als klar war, dass wir zusammen Musik machen wollen, haben wir gemerkt: AC/DC ist mehr als nur Lärm. Die Musik ist anspruchsvoll. Es ist Swing mit Dampf. Wir sind den Pionieren des Hard Rock und der Metal-Musik inzwischen sehr verbunden.“

AC/DC-Sound in Usseln: Die Ballbreakers spielen eng am Original.
AC/DC-Sound in Usseln: Die Ballbreakers spielen eng am Original. © Barbara Liese

An Swing hat im Publikum sicher niemand gedacht. Als Martin Stölzel (Gesang) mit der Brian-Johnson-Mütze, Köbes Timmermann (Leadgitarre) wie Angus Young im Schulanzug mit kurzer Hose, Jörg Frohn als ruhiger Part wie Phil Rudd, Stefan Alberts (Bass) mit langem grauen Haaren wie Cliff Williams und Nick Klose (Rhythmus-Gitarre) die Bühne betreten, sind Dampf und Headbanging angesagt. Auf der Bühne schonen sich die fünf Musiker nicht. Immer in Bewegung, nutzen sie jeden Raum, binden das Publikum ein, spielen eng am Original der australischen Kultband. Rock’n’Roll pur, bester Hard-Rock, Metal hart und sauber: Usseln erlebt bis in den frühen Morgen eine perfekte Rocknacht.

Von Barbara Liese

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