Verdienter Sieg in kurzweiliger Partie

2:0 gegen Ehrenberg: Bott führt SC Willingen zum dritten Sieg in Folge

Zweikampf um den Ball zwischen Sebastian Butz (Willingen, rechts) und Ehrenbergs Sven Bambay.
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Zweikampf um den Ball zwischen Sebastian Butz (Willingen, rechts) und Ehrenbergs Sven Bambay.

Dritter Willinger Sieg in Folge: Mit dem 2:0 (0:0) gegen die bislang punktgleiche SG Ehrenberg schoben sich die Upländer weiter ins Mittelfeld der Verbandsliga Nord vor.

Willingen – Beide Mannschaften hatten nach den jüngsten Erfolgen sichtlich Spaß am Fußball spielen und am Ende jubelte nicht unverdient der SC Willingen. Beide Seiten gingen die Sache selbstbewusst und mit hohem Tempo an – in der Anfangsphase mit einem klaren Plus an Großchancen für die Gäste.

Zwar lieferten die Platzherren schon in der siebten Minute den fast perfekten Konter mit Direktpassspiel über sechs Stationen ab, doch im Gegenzug fast das 0:1. Yannick Wilke unterlief eine Ecke von Marius Bublitz, Christoph Neidhardt köpfte aus fünf Metern ans Lattenkreuz und von da sprang der Ball dem Keeper in die Arme (8.). Zwei Minuten später konnte Neidhardt ungehindert flanken, Außenverteidiger Jerome Löber stand zu kurz, aber Bublitz köpfte aus kurzer Distanz vorbei.

Spielglück anfangs auf Willinger Seite

Hochkaräter Nummer drei versemmelte Niklas Bleuel nach einer starken Kombination (21.) und schließlich klärte Wilke per Fußabwehr gegen den frei vor ihm auftauchenden Vasyl Kosovan (29.). „Ein bisschen Pech, ein bisschen Unvermögen“, haderte SG-Trainer Sebastian Vollmar mit seinen Angreifern. „Da hatten wir Spielglück“, gab Gegenüber Dardan Kodra ehrlich zu. Sein Team hatte bis dahin zwar auch gefällig kombiniert, aber war nur zweimal gefährlich geworden.

Eine Flanke von Fynn Butterweck hatte beinahe ein Eigentor provoziert (17.), und der Kopfball von Florian Heine nach langer Diagonalflanke von Jan-Henrik Vogel flog über Torwart Simon Voll aber auch nur auf die Querlatte (25.). Die Ehrenberger, zuletzt dreimal 1:0-Sieger, beeindruckten die Willinger mit ihrem aggressiven Pressing und waren einen Tick zweikampfstärker und ballsicherer. Beleg dafür war auch die gelbe Karte gegen Jan-Niklas Albers, der das schnelle Umschalten der Gäste per taktischem Foul unterband.

„Aber ab der 30. Minute haben wir dominiert und folgerichtig Chancen erspielt“, sah Kodra die Vorteile nun bei seiner Elf. Heine wurde im letzten Moment geblockt (35.), Voll entschärfte den Freistoß von Matthias Bott (44.) und mit dem Pausenpfiff mit einer Faust auch Botts Versuch auf den hinteren Winkel. „Gut so“, begleitete der Sportliche Leiter Hubertus Albers die Mannschaft mit Applaus in die Kabine.

SC Willingen: Bott humorlos und unhaltbar

Hatten die Willinger ihre Ideen noch nicht perfekt zu Ende gespielt, sollte sich das nun ändern. Diesmal lief ein Konter nach einer Ehrenberger Ecke perfekt, über Heine kam der Ball zu Butterweck, der steckte durch zu Vach und der traf aus der Drehung oben ins kurze Eck (50.). Wieder einmal hatte das Ex-Goddelsheim-Duo zugeschlagen.

Der Torschütze leitete dann auch den schnellen zweiten Treffer ein, Vogel bediente Heine per No-Look-Pass und Keeper Voll konnte den Torjäger nur per Foul bremsen. Bott krönte seine überragende Leistung auf der Sechserposition mit einem ebenso humorlosen wie unhaltbaren Schuss (56.). „Das war natürlich ein optimaler Spielverlauf und weiterer Balsam auf die Seele“, atmete Kodra auf. „Die Willinger haben das wirklich gut ausgespielt“, kam auch Lob vom Gästetrainer Vollmar.

Die Elf aus der Rhön gab sich nicht geschlagen, aber eine echte Torchance erlaubten ihnen die SCW-Kicker um Innenverteidiger Nick Bärenfänger, der am Tag zuvor 21 Jahre alt geworden ist, nicht mehr. Gleichwohl zog auf und vor der Willinger Bank keine Ruhe ein. „Wir haben schon einige Male ein 2:0 hergeschenkt“, begründete Kodra die Nervösität bis zum Schluss.

Die ließ auch deshalb nicht nach, weil seine Elf den Sack nicht vorzeitig zugemacht hatte. „Wir haben bei unseren vielen Umschaltsituationen nicht sauber ins letzte Dritte kombiniert“, war aber das Einzige, was der Coach monieren konnte. Schnell überwog aber die Freude über den dritten Sieg in Folge, der, so Vollmar, „in der Summe der 90 Minuten schon in Ordnung geht“. (ni)

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