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Gemeinde- und Begegnungszentrum in Willingen eingeweiht

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Nach zwei Jahren Umbauzeit kamen vielen Gäste zur Einweihung des Gemeinde- und Begenungszentrums, das Generationen zusammen bringen soll.
Nach zwei Jahren Umbauzeit kamen vielen Gäste zur Einweihung des Gemeinde- und Begenungszentrums, das Generationen zusammen bringen soll. © Barbara Liese

Raum verloren, aber Partner gewonnen hat die Willinger Kirchengemeinde durch die Schaffung des neuen Gemeinde- und Begegnungszentrums – das soll Generationen zusammenbringen.

Willingen – Am ersten Advent läuteten die Glocken der evangelischen Kirche in Willingen weit in das Upland. Zum Gottesdienst begrüßte Pfarrer Christian Röhling die Gemeinde, neue Konfirmanden samt Eltern und Großeltern, die Kollegen aus den Upländer Gemeinden, Gäste aus der Politik sowie Unterstützer und Kooperationspartner des großen Projektes, das viele von ihnen in die voll besetzte Kirche geführt hat: des Gemeinde- und Begegnungszentrums.

Nach beinahe zwei Jahren Umbauzeit wurde dieses eingeweiht. „Das Begegnungszentrum soll ein offener Ort für alle sein“, wünschte sich Pfarrer Röhling in seiner Predigt: „Ein Ort, an dem sich jung und alt treffen. An dem sich Gemeinschaften finden, generationenübergreifend, barrierefrei, auch für Menschen mit Handicap.“

Der Mittelpunkt des neuen Gemeinde- und Begegnungszentrums steht ein vom Pflegehotel betriebenes Begegnungscafé für alle Generationen, das auch einen günstigen Mittagstisch anbieten wird. Präventionsvorträge mit Informationen und Tipps zur Gesundheitserhaltung sind geplant, mit einem Raum für Reha-Sport wird aktiv die Gesundheit gestärkt. Das Gesundheitsnetzwerk PORT Willingen-Diemelsee wird in zwei Büroräumen eine Beratungsstelle einrichten. Waltraud Rebbe-Meyer, Geschäftsführerin des Pflegehotels, wünscht sich darüber hinaus, dass in den neuen Räumen viel gelacht und Musik gehört wird, die Besucher Spaß haben, Lebensfreude und Lebenskraft tanken.

Für die zukünftigen Angebote wurden im Geschoss unter der Kirche viele neue Räume geschaffen. „Alleine als Kirche hätten wir diese Idee nicht verwirklichen können“, erklärte Pfarrer Röhling im Blick auf die Partner Pflegehotel und PORT. „Wir als Kirchengemeinde haben Kontakte zum Bathildisheim in Bad Arolsen und zur Lebenshilfe Korbach. Wir sind im Gesamtverband Upland Träger der Evangelischen Kita Willingen und können dadurch verstärkt generationenübergreifend arbeiten. Wir sind Träger der Evangelischen Jugend. Und wir haben mit Pfarrerin Katrin Schröter im Team eine Kollegin für Seniorenarbeit in der Gemeinde Willingen.“ Die politische Gemeinde sei ein starker Kooperationspartner. Das Land Hessen hatte den Bau gefördert.

Erster Kreisbeigeordneter Karl-Friedrich Frese und Willingens Bürgermeister Thomas Trachte bestätigten diese Einschätzung. Dieses Projekt zeige einmal mehr, dass partnerschaftliche Gespräche die Basis für ein konstruktives Miteinander seien. Wieder gehe von Willingen eine Strahlkraft in den Landkreis aus: Eine Gemeinde könne mit Mut und Zuversicht viel erreichen für das Miteinander aller Generationen. Besonderer Dank galt dem Willinger Kirchenvorstand, der viel geleistet und sich auf neue Wege eingelassen habe, dem Architekt Dominic Stremme, dem Regionalbüro Bioline unter Leitung von Bernd Wecker und der der Verwaltung des Kirchenkreisamtes mit Kerstin Stiehl.

Bei aller Freude über die neuen Möglichkeiten bleibt der Wermutstropfen, dass der Kirche selbst nur noch ein Saal für die Aktivitäten der Gemeinde bleibt. Konfirmandenunterricht, Seniorennachmittage und Chorproben müssten koordiniert werden. Doch Pfarrer Röhling ist auch bei diesem Thema zuversichtlich: „Kooperationen sind wie jede Partnerschaft Beziehungsarbeit. Wir werden viel und gut miteinander sprechen. Wir haben Raum abgegeben und viele gute Partner gewonnen. Das Haus allein aber genügt nicht. Mit den Menschen muss auch der Geist einziehen, der ein Zusammensein in Frieden, Respekt und Zuneigung möglich macht.“ (Barbara Liese)

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