Einzigartig im Kirchenkreis

Gemeinde Willingen beteiligt sich an Finanzierung der Pfarrstelle Schwalefeld

Die gemeinsame Finanzierung der Pfarrstelle Schwalefeld durch Gemeinde Willingen und Landeskirche begrüßen (von links)  Dekanin Eva Brinke-Kriebel, Pfarrerin Katrin Schröter und Bürgermeister Thomas Trachte.
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Die gemeinsame Finanzierung der Pfarrstelle Schwalefeld durch Gemeinde Willingen und Landeskirche begrüßen (von links) Dekanin Eva Brinke-Kriebel, Pfarrerin Katrin Schröter und Bürgermeister Thomas Trachte.

Vergleichbare Projekte sind nicht leicht zu finden: Die Gemeinde Willingen beteiligt sich an der Finanzierung einer Pfarrstelle, um sie zu erhalten – und auszubauen.

  • Mit 60.000 Euro jährlich finanziert die Gemeinde Willingen die Pfarrstelle Schwalefeld mit.
  • Der Kirchenkreis Twiste-Eisenberg teilt mit, das ihm vergleichbares in der ganzen Landeskirche nicht bekannt sei.
  • Vom Ausbau der Pfarrstelle sollen Senioren im Upland sowie der Gesundheitstourismus profitieren.

Willingen/Schwalefeld – Es sei für beide Seiten ein Gewinn: Die Gemeinde Willingen und die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck finanzieren ab kommendem Jahr gemeinsam die Pfarrstelle in Schwalefeld. Bürgermeister Thomas Trachte und Dekanin Eva Brinke-Kriebel trafen die Vereinbarung für den Fortbestand und den Ausbau der Pfarrstelle von Pfarrerin Katrin Schröter.

„Das Engagement der Gemeinde Willingen ist beispielhaft und im gesamten Kirchenkreis einzigartig“, betont die Dekanin und bedankt sich beim Willinger Bürgermeister für die „hervorragende Zusammenarbeit“. Selbst im Gebiet der Landeskirche suche man vergleichbare Beispiele.

Pfarrerin Katrin Schröter war bisher mit einer halben Pfarrstelle für die Kirchengemeinde Schwalefeld und die Gottesdienste in der Pilgerkirche verantwortlich, war betraut mit der Urlauberseelsorge, war im Einsatz als Vertretung in der Willinger Gemeinde und obendrein beispielsweise engagiert für den Ausbau des Upländer Pilgerweges, und auch für den neuen Teilabschnitt, den interreligiösen Friedensweg.

Dies seien „Angebote, die für den Tourismus, aber auch für alle Einheimischen von Bedeutung sind“, erklärt Bürgermeister Thomas Trachte. Parallel zum weiteren Ausbau des privat geführten Willinger Pflegehotels und der Einrichtung eines neuen kirchlichen Begegnungscafés, gleich neben Kirche und Hotel, will sich die Gemeinde Willingen nun verstärkt in der Seniorenbetreuung engagieren: „Wir werden künftig der älteren Generation ein lebendiges und innovatives Programm anbieten“, erklärt Trachte. Im Zuge dieser Konzeption haben sich Gemeindevorstand und Gemeindevertretung einstimmig dafür eingesetzt, die Pfarrstelle von Katrin Schröter auf eine Vollzeitstelle auszubauen und somit ihr vorhandenes Wissen und ihre Kontakte weiter zu nutzen.

Die Pilgerkirche Schwalefeld, hier zu Ostern 2020, bleibt Katrin Schröters Wirkungsstätte.

„Für uns ist das der richtige Weg, weiterhin in den Gesundheitstourismus zu investieren“, betont Trachte. Durch die Mitfinanzierung der Pfarrstelle mit 60 000 Euro jährlich könne für die Gemeinde Willingen außerdem mit einem überschaubaren Aufwand gerade im Bereich des Angebots für Senioren für alle Uplanddörfer viel bewerkstelligt werden.

Pfarrerin Katrin Schröter freut sich indes über ihr erweitertes Arbeitsfeld und geht mit vielen neuen Ideen ins Jahr 2022. So möchte sie die Willinger Kurkonzerte zu neuem Leben erwecken, sowohl in den Kirchen, als auch unter freiem Himmel. Und auch der Gedanke einer „Schäferkirche“ nimmt konkrete Formen an. Mit dieser Art von mobiler Kirche könnten völlig unkonventionell Gottesdienste an verschiedenen Orten in der Gemeinde angeboten werden – ebenfalls ein Projekt, das von Einheimischen und Wandernden gleichermaßen genutzt werden könnte.

Einen festen Termin haben alle Beteiligten bereits jetzt im Visier: Am 15. Dezember wird Katrin Schröter in ihrer neuen Funktion der Öffentlichkeit vorgestellt. An diesem Tag ist ein adventlicher Nachmittag mit Gottesdienst für Senioren im Besucherzentrum Willingen geplant. (red)

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