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Gemeinde Willingen überdenkt Wasserversorgung und -gebühren

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Von: Wilhelm Figge

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Probleme mit der Wasserversorgung verhindern will die Gemeinde Willingen. Verschiedene Optionen liegen auf dem Tisch.
Probleme mit der Wasserversorgung verhindern will die Gemeinde Willingen. Verschiedene Optionen liegen auf dem Tisch. © Oliver Berg/dpa

Um Problemen bei der Wasserversorgung vorzubeugen, will die Gemeinde Willingen nachrüsten. Es gibt verschiedene Pläne – und auch das Gebührenmodell soll diskutiert werden.

Willingen (Upland) – Darüber, wie sich Problemen in der Wasserversorgung vorbeugen lässt, wird im Willinger Rathaus nachgedacht, erklärt Bürgermeister Thomas Trachte im Gespräch mit der WLZ. Sie decke momentan den Bedarf, stellt er dabei klar – aber bei Trockenheit und Hochbetrieb werde es eng und es werde viel Wasser von der Enser Scholle hochgepumpt. „Ein kleiner Ausfall könnte dafür sorgen, dass bei ungünstigen Bedingungen die Versorgung gefährdet sein könnte“, so Trachte.

Der Gemeindepolitik sollen verschiedene Alternativen vorgelegt werden. Ein Anschluss an die Briloner Wasserversorgung stand als zweites Standbein bereits im Raum. Die Prüfung der Möglichkeiten im vergangenem Jahr zeigte auf, dass „eine Verbesserung des Wasserbezugs vom Wasserbeschaffungsverband Upland durch zusätzliche Pumpen und Auswechslung von Leitungen die kostengünstigste Variante ist“, hält die Gemeindeverwaltung im Vorbericht der Haushaltssatzung fest. Ein Vorteil sei, dass der Wasserbeschaffungsverband der Gemeinde zu 90 Prozent gehöre, fügt Thomas Trachte hinzu. Derweil sei das so aus der Enser Scholle beschaffte Wasser zwar gut, aber auch hart.

Eine Investition in die Wasserversorgung würde sich auf die Gebühren auswirken, erklärt der Bürgermeister: „Zur Zeit steht aber nur eine geringe Erhöhung im Raum.“ Zumal die Zahl der Abnehmer durch Hotelprojekte und Baugebiete steige. Politisch beraten werden soll das Thema im ersten Halbjahre, Investitionen könnten in drei, vier Jahren erfolgen.

Es bestehe also kein akuter Handlungsdruck, einige Fragen seien aber zu klären. Zu beraten sei auch die Gestaltung des Gebührensystems und die Frage, ob nicht nur eine Verbrauchsgebühr, sondern eine Kombination mit einer Grundgebühr geboten ist. Der Gedanke dahinter: Für jeden Haushalt müssen die gleichen Strukturen vorgehalten werden. 75 Prozent der Kosten in der Wasserversorgung seien Fixkosten, die nicht vom Verbrauch abhängen. Auf der anderen Seite müsse überdacht werden, wer finanziell wie stark von welchem Modell betroffen ist, erklärt Trachte. Über ein mögliches Verhältnis von Grund- und Verbrauchsgebühr könne er noch nichts sagen, da die Angelegenheit noch geprüft werde. (wf)

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