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Gemeinde Willingen verabschiedet Abwassermeister Christian Leithäuser

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Von: Wilhelm Figge

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Nach 41 Jahren im Dienst der Gemeinde wurde Christian Leithäuser (Mitte, mit seiner Frau Conny) verabschiedet. Alles Gute wünschen (von links) Karin Jäger, Annette Pöttner, Thomas Trachte und Jürgen Querl.
Nach 41 Jahren im Dienst der Gemeinde wurde Christian Leithäuser (Mitte, mit seiner Frau Conny) verabschiedet. Alles Gute wünschen (von links) Karin Jäger, Annette Pöttner, Thomas Trachte und Jürgen Querl. © Wilhelm Figge

Wertvolle Infrastruktur, die kaum beachtet wird, aber für Bürger wie Umwelt wichtig ist, war Christian Leithäusers Domäne. Nun hat die Gemeinde Willingen ihn verabschiedet.

Willingen (Upland) – 41 Jahre lang kümmerte sich Christian Leithäuser um die Kläranlagen und die Abwasserbeseitigung in der Uplandgemeinde. „Was unter der Erde liegt, wird manchmal nicht wahrgenommen“, sagt Bürgermeister Thomas Trachte – aber der Rattlarer trug Verantwortung für millionenschwere Infrastruktur und eine essenzielle Leistung. Nach seinem Eintritt in den Ruhestand wurde Christian Leithäuser mit einer Feierstunde verabschiedet.

„Manche rümpfen die Nase – aber die Arbeit ist Umweltschutz pur“, hielt Leithäuser selbst fest. Seine ganze Laufbahn bei der Gemeinde fand in diesem Bereich statt. Der ausgebildete Elektroinstallateur wurde 1981 als Arbeiter im Bereich der Kläranlagen eingestellt. 1989 schloss er einen Facharbeiterlehrgang mit Abschluss als „Ver- und Entsorger – Abwasser“ab, 1992 bestand er die Ausbilder-Eignungsprüfung. Berufsbegleitend bildete er sich 1993 bis 1995 fort und legte die Prüfung als Abwassermeister ab. Im April 2002 wechselte er in den Angestelltenbereich.

Die Kläranlagen seien bei ihm gut aufgehoben gewesen, würdigte ihn Thomas Trachte: „Dir war kein Weg, kein Gedanke, kein Handgriff zu viel.“ Er konnte sich nicht erinnern, dass der Gemeindevorstand von Leithäusers Empfehlungen abwich.

Es sei eine Arbeit mit vielen Wochenend-, Nacht- und Notdiensten: Da ganze Bauhof-Team sei da sehr motiviert, hielt Trachte fest. Der Grund sei: „Mitarbeiter, die was können, lässt man machen.“ Christian Leithäuser unterstrich den Ansatz: Die Arbeit sei kein Wunschkonzert, aber die Verwaltung habe seine Anregungen gehört, früh in Neuerungen investiert und ihm bei der Arbeit Freiräume gelassen – das fördere die Eigenverantwortung.

„Ich verabschiede ihn ungern“, räumte Bauhofleiter Jürgen Querl ein: Da gehe ein Mitarbeiter mit viel Fachkompetenz, der ihm viel Verantwortung abgenommen habe. Die Nachfolger seien motiviert, aber so einen Erfahrungsschatz müssten sie erst einmal ansammeln.

Engagiert war Leithäuser auch für die Kollegen: Von 2008 bis 2020 stand er dem Personalrat vor und gehörte ihm danach weiter an. Der Bürgermeister würdigte die gute Kultur zwischen Personalrat und Gemeindevorstand, und auch Leithäusers Nachfolgerin Karin Jäger erklärte: „Wir haben gute Sachen zusammen in die Wege geleitet.“ Wenn die Mitarbeiter wieder für Feiern zusammenkommen können, hoffe sie, Christian Leithäuser da zu sehen. (wf)

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