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Geschichts- und Heimatverein Usseln arbeitet an Ortssippenbuch und Fotoprojekt

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Von: Wilhelm Figge

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Das Heimatmuseum wurde mit einem Monitor aufgewertet – der Geschichts- und Heimatverein hat noch mehr Ideen, berichten (von links) Karl-Otto Götz, Renate Hill und Ludwig Behle.
Das Heimatmuseum wurde mit einem Monitor aufgewertet – der Geschichts- und Heimatverein hat noch mehr Ideen, berichten (von links) Karl-Otto Götz, Renate Hill und Ludwig Behle. © Wilhelm Figge

Mit mehreren Projekten will der Geschichts- und Heimatverein Usseln Historie greifbar machen. Ein Kernstück ist die Ergänzung des Ortssippenbuchs.

Willingen-Usseln – Der Geschichts- und Heimatverein Usseln arbeitet daran, die Ortshistorie besser erlebbar zu machen. Dazu bei tragen einige Neuerungen am Heimatmuseum, die voranschreitende Ergänzung des Ortssippenbuchs und geplante Blickfänge im Dorf.

Ein Monitor im Schaufenster des Heimatmuseums gewährt nun je nach Jahreszeit wechselnde Einblicke in die Geschichte und ergänzt so die saisonal angepasste Dekoration, erklärt Vorsitzender Ludwig Behle. Die erste Sammlung kam passend zum Schützenfest, zuletzt gab es Motive zum Thema Ernte. Die Gemeinde Willingen hat derweil den Außenbereich erneuert – wegen der Energiekrise bleibt die Beleuchtung vorerst aus.

Auch im Ort will der Verein Plätze zum Innehalten und Anschauen schaffen: Geplant ist, Schilder mit historischen Fotos aufzustellen – und zwar dort, wo der Fotograf sie aufgenommen hat. So könne der Betrachter die alte und neue Ansicht vergleichen. Das Projekt befindet sich noch in der Planungsphase, sagt Behle.

Ein großes Projekt ist die Ergänzung des Ortssippenbuchs, für die der Verein um Informationen bittet. „Der Rücklauf ist bislang sehr gut“, erklärt Renate Hill. Damit nachfolgende Generationen ihre Wurzeln finden können, biete ein Ortssippenbuch ein Nachschlagewerk. Die originale Auflage endet mit Daten von 2005; ehrenamtlich begleiten Vereinsmitglieder die Fortschreibung. Dabei sind sie auf die Mitarbeit der Bewohner angewiesen: Eine Einwilligung, auch für Änderungen wie Hochzeiten, Geburten, Todesfälle, Zu- und Abwanderungen, ist aus Datenschutzgründen zwingend erforderlich.

Gleichzeitig soll ein lebendigeres Bild der Geschichte gezeigt werden: „Der Beruf ist der Fahrschein zum neuen Ortssippenbuch“, erklärt Renate Hill. Auch der Verbleib und Beruf auswärts lebender Kinder und Angehöriger sei wichtig. Solche Hinweise vermitteln künftigen Lesern ein Bild davon, wie sich der Ort im Laufe der Jahrhunderte entwickelt hat. Auch, wenn Zeitzeugen Begebenheiten aus dem Alltag und aufschlussreiche Lebensgeschichten beitragen kann, sei das gerne gesehen.

Jeder habe die Chance, richtig erfasst zu werden. Am besten geeignet sei dafür das persönliche Gespräch: Sprechzeiten dafür sind immer mittwochs und samstags von 16 bis 18 Uhr im Heimatmuseum. Irgendwann wollten die Ehrenamtlichen letzte Informationen dann mit persönlicher Ansprache abklären.

Renate Hill weist darauf hin, dass viele Ortssippenbücher aus Waldecker Gemeinden in der Heimatstube zur Verfügung stehen und allen Interessierten die Möglichkeit zur Ahnenforschung geben – auch dabei sei sie gerne behilflich.  wf/red

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