„Schutzhütte“ soll Familen ansprechen

Hotelprojekt „Am Hagen“ in Willingen kommt im Bauausschuss gut an

Ein Hotel, kleine Hütten und Freizeitanlagen sieht ein Hotel-Konzept für die Wiese zwischen Lagunenbad, Eishalle und Viadukt (Bildmitte) vor, das im Bauausschuss viel Zustimmung fand. archiv
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Ein Hotel, kleine Hütten und Freizeitanlagen sieht ein Hotel-Konzept für die Wiese zwischen Lagunenbad, Eishalle und Viadukt (Bildmitte) vor, das im Bauausschuss viel Zustimmung fand.

Ein neuer Plan für die Nutzung eines Areals „Am Hagen“ in Willingen hat sich als Alternative zum Ferienpark aufgetan – und stößt auf Interesse.

  • Pläne für ein „Schutzhütte“ genanntes Hotel „Am Hagen“ sind im Willinger Bauausschuss vorgestellt worden.
  • Es richtet sich an Familien und will die Entwicklungen rund um Lagunenbad-Neubau, Mountainbike- und Wanderangebote nutzen und untertsützen.
  • Eine politische Entscheidung ist fällig, weil an dieser Stelle auch ein Ferienpark angedacht wurde.

Willingen – Ein Hotel, dass sich besonders an Familien mit älteren Kindern richtet und dafür Synergien mit Lagunenbad, Rad- und Skitourismus nutzt: Unter dem Titel „Schutzhütte Willingen“ hat Marc Vollbracht vom Familotel Sonnenpark den Mitgliedern des Bauausschusses ein neues Projekt „Am Hagen“ vorgestellt. Einstimmig empfahlen diese der Gemeindevertretung, es weiter zu verfolgen.

„Wir haben uns vor einiger Zeit mit der Fläche neben dem Bad beschäftigt – wie alle in Willingen“, verwies er auf kontrovers diskutierte Pläne, auf dem Gelände einen Ferienpark mit 400 Betten zu errichten. Das eigene Konzept wolle die Chance unterstützen, die sich Willingen durch den Lagunenbad-Neubau, das sich ausweitende Mountainbike-Angebot und die geplante Hängebrücke biete. Aus Sicht des Sonnenparks stellte er fest, dass Familien das dortige Angebot oft weniger attraktiv finden, wenn die Kinder zehn bis zwölf Jahre alt werden. Genau diese Gruppe soll die „Schutzhütte“ ansprechen und würde dabei das vorhandene Angebot im Ort kaum kannibalisieren, befand Vollbracht.

Hotel „Schützhütte“ in Willingen böte Freizeitanlagen für Familien

Ein in Holzoptik gehaltenes Hauptgebäude würde 80 Zimmer bieten, ein Park mit zehn kleinen Hütten als Alternative einen zurückgezogenen Aufenthalt ermöglichen – zusammen 260 bis 280 gut ausgelastete Betten. Ansonsten kämen auf dem Gelände ein Spielplatz und eine Bike-Parcours unter, den Eltern von der Terrasse im Blick haben. Ein kleines Outdoor-Kino würde eher Klassiker als Blockbuster zeigen, auch ein Baumwipfelpfad ist angedacht.

Die Unterbringung von Ski- und Bike-Ausrüstung soll möglich sein, besondere Synergie-Effekte beständen aber mit dem Lagunenbad: Die Planer würden gerne einen Tunnel als direkte Anbindung nutzen. Alle Gäste würde automatisch einen Beitrag zahlen und das Bad nutzen können.

Das Restaurant würde nicht nur Hotelgästen offenstehen. Unter dem Namen „Naschmarkt“ würde ein Buffet-Konzept am Tisch: Gäste bestellen eine Basis, eine Auswahl an Beilagen für alle sei immer Teil der Gerichte. Das solle angesichts des Fachkräftemangels Personal sparen, aber ein Gemeinschaftserlebnis bieten.

Hotel-Projekt „Am Hagen“ kommt bei Willinger Politik gut an

Um am internationalisierten Markt zu bestehen, sei es wichtig, das Angebot in Willingen weiterzuentwickeln, erklärte Bürgermeister Thomas Trachte. Ein Hotel dieser Größenordnung sei für die Gemeinde finanziell spürbar, gerade die Kooperation beim Bad sei ein riesiger Gewinn – Nutzungsmöglichkeiten würden allen interessierten Betrieben eingeräumt.

Das Konzept des Ferienparks sei in eine ähnliche Richtung gegangen, es werde aber eine politische Entscheidung für das eine oder andere geben müssen. Der Grundstückseigner sei auf kein Projekt festgelegt; aber die Gemeinde könne bei der Bauleitplanung das eine oder das andere ermöglichen, erklärte Trachte auf Nachfrage von Manfred Feistner (SPD). Der Gemeindevorstand favorisiere das Hotel-Projekt.

Zustimmung gab es aus allen Fraktionen: Bernd Nackas (CDU) lobte das Projekt; auch Christian Kloß (FW) sah die richtige Zielgruppe angesprochen. Herbert Trachte (SPD) sprach auch Synergie-Effekte im Wellness-Bereich an. Ausschuss-Vorsitzender Dirk Wilke (FDP) sah das Gelände bei einem heimischen Unternehmen, dass seine Häuser gezielt an Familien vermarktet, in besseren Händen als beim Ferienpark-Projekt. (wf)

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