Verbandsliga: Niederlage gegen Barockstadt II

Im Sturmspiel noch Sand im Getriebe: SC Willingen verliert Saisonauftakt 0:2

Mit unangelegtem Arm: Maurice Weitzel (Barockstadt II) hält sich Jonathan Vach (Willingen) außerhalb des Regelwerks vom Leib.
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Mit unangelegtem Arm: Maurice Weitzel (Barockstadt II) hält sich Jonathan Vach (Willingen) außerhalb des Regelwerks vom Leib.

Viel gelaufen, aber es lief nicht viel zusammen. Die Fußballer des SC Willingen haben zum Saisonauftakt der Verbandsliga ihr Heimspiel gegen die SG Barockstadt Fulda/Lehnerz II mit 0:2 (0:1) verloren.

Willingen – Die Partie gegen die Oberliga-Reserve ließ sich für die Willinger eigentlich recht gut an, denn die Mannschaft kam der Forderung ihres Trainers Dardan Kordra, aktiv zu verteidigen, in vielen Situationen gut nach, aber schon früh war ein anderer Mangel zu erkennen: Das Hauptproblem der Willinger Kicker war nicht das Spiel gegen, sondern mit dem Ball. Wie kombinieren wir uns vor das gegnerische Tor?

Auf diese Frage fand meist schon die hintere Willinger Abwehrreihe keine guten Antworten, denn bereits in der ersten Phase des Aufbauspiels fehlten Anspielstationen im Mittelfeld und wenn sich mal eine fand, und es nicht quer, sondern vertikal nach vorn ging, kam der finale Pass in die Spitze nicht an.

Individuelle Fehler mit Gegentoren bestraft

Deshalb war die Anzahl der Torchancen bei den Gastgebern gering. Doch auch die Gäste aus Osthessen hatten Probleme vorn Anspielstationen zu finden und diese gut in Szene zu setzen. Deshalb hätte es ein typisches Nullzunullspiel werden können, in dem sich beide Seite neutralisierten, wenn, ja wenn, die Willinger ihre Quote der individuellen Fehler nicht höher geschraubt hätten als ihr Gegner.

Wenn Eric Kroll noch einmal die Zeitlupe seiner Aktion in der 37. Minute gegen Jonas Jakob sehen könnte, würde er vermutlich mit dem Kopf schütteln, denn er ging zu ungestüm und ein wenig hölzern in den Zweikampf gegen den Barockstädter, kam auch noch etwas zu spät und schon hatte er Bein statt Ball getroffen. Elfmeter. Kanenu Banh ließ Torwart Yannick Wilke keine Chance.

Der Keeper der Willinger hatte dann drei Minuten nach dem Wechsel unbedrängt die Chance, den Ball im eigenen Strafraum zu einem Mitspieler zu passen. Doch daraus wurde ein krasser Fehlpass, der an der Sechszehnmeterlinie bei einem Barockstädter Spieler landete. Dieser passte quer zu Peter Liebermann, der den Ball halbhoch nah am linken Pfosten im Tor unterbrachte. Da war sie fast schon wieder dahin, die Motivation der Willinger, die sie aus der Kabine auf Feld mitnehmen wollten.

Vach benötigt noch Zeit

Wenn es nicht läuft im Willinger Spiel, dann haben sie normalerweise noch einen Florian Heine in ihren Reihen, der mit Einzelaktionen seine Mannschaft im Spiel halten kann. Doch der weilt noch um Urlaub. Aber sie haben ja nun auch einen Jonathan Vach, der genau diese Rolle auch bei der SG Goddelsheim/Münden gut gespielt hat. Aber der Neuzugang bekam bereits in seinem ersten Verbandsligaspiel zu spüren, dass er in dieser Liga mit seiner Schnelligkeit seine Gegner nicht so schnell abhängen kann. Er benötigt noch Anpassungszeit.

„Vorne war bei uns heute viel Sand im Getriebe, wir haben dort das Spiel verschleppt und oft die falschen Entscheidungen getroffen“, sagte auch der Willinger Coach. Seine Spieler kamen nach dem zweiten Gegentreffer auch nicht mehr so recht in die Gänge, sodass Kodra den Barockstädtern einen verdienten Sieg attestierte.

Sein Amtskollege Florian Roth sah das genauso. „Nach der Corona-Pause sind beide Mannschaften schwer reingekommen, aber ab Mitte der ersten Halbzeit haben es meine Jungs sehr gut gespielt und keine Torchance zugelassen.“ Roth war auch deshalb stolz auf seine Mannschaft, weil kein Spieler aus der ersten Mannschaft dabei gewesen sei, aber drei A-Jugendliche. Kodra hat in diesem Spiel genügend Beweismaterial gesammelt, um Schwerpunkte in den kommenden Trainingseinheiten zu setzen. „Wir müssen in der nächsten Woche gegen Thalau einiges besser machen.“ (rsm)

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