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Lagunenbad Willingen: Fertigstellung wohl im Sommer statt Frühling 2023

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Von: Wilhelm Figge

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Fortschritte macht der Neubau des Lagunenbads in Willingen, die Lage auf dem Baumarkt erschwert Zeit- und Kostenschätzungen allerdings.
Fortschritte macht der Neubau des Lagunenbads in Willingen, die Lage auf dem Baumarkt erschwert Zeit- und Kostenschätzungen allerdings. © Wilhelm Figge

Ein Sachstandsbericht zum Neubau des Willinger Lagunenbads ist derzeit schwierig: Um die Einhaltung der Kosten wird gekämpft – was sich wiederum auf den Zeitplan auswirkt.

Willingen – „Es ist unwahrscheinlich schwierig, in der heutigen Zeit über Zeit- und Kostenpläne zu sprechen“, erklärte Bürgermeister Thomas Trachte, als FDP-Fraktionschef Dieter Schütz bei der Sitzung der Gemeindevertretung nach dem Sachstand beim Neubau des Lagunenbads fragte. Aktuell sehe es so aus: Noch werde der Kostenrahmen von 31 Millionen Euro eingehalten, eine die zuletzt anvisierte Fertigstellung im Frühjahr 2023 werde „nach jetzigem Kenntnisstand wahrscheinlich nicht mehr klappen“. Die Hoffnung auf den Sommer bleibe.

„Der Kostenrahmen wird jetzt noch eingehalten, aber es stehen kritische Ausschreibungen an“, führte Trachte näher aus: Bei den Elektro-Arbeiten seien zwei Millionen Euro veranschlagt worden, doch ging dafür kein Angebot ein. Die Arbeiten würden nun aufgeteilt und neu ausgeschrieben. Bei der Glasfassade kamen auf die geplanten rund 2,4 Millionen 230 000 Euro drauf, das Dach stehe noch aus. Ende des Monats stehe eine Analyse der Lage mit der Betriebskommission an, klar sei schon: Den Zeitrahmen zu halten sei angesichts der schwierigen Ausschreibungen nicht einfach.

Eine andere Frage trieb Dirk Scholz (SPD) um: Die für den Betrieb von Lagunenbad und Eishalle wichtige Gasversorgung. Er fragte an, ob angesichts der unsicheren Lage in Sachen Erdgas eine Versorgung mit Hackschnitzeln aus heimischen Wäldern eine Alternative wäre. Kurbetriebs-Leiter Norbert Lopatta erklärte, dass ins erster Linie Biomethan-Gas zum Einsatz komme und Erdgaskessel nur zur Unterstützung dienten. Optionen für die Zukunft, würden überdacht, aber zumindest bis 2030 sei der Betrieb an das aktuelle Anlage gebunden. Die Idee mit Pellets sei tatsächlich mal überschlagen worden, erfordere demnach aber zehn Lkw pro Tag, erklärte Lopatta – dafür sei kein Platz.

Mit der aktuellen Situation sei die Gemeinde zufrieden, erklärte Thomas Trachte: Seit gut zehn Jahren versorgt das Blockheizkraftwerk Bad und Sauerlandstern, der Biogas-Einsatz sei nachhaltig und die Zusammenarbeit sehr wirtschaftlich. Auch das geplante Hotel „Schutzhütte“ solle darin mit einbezogen werden. (wf)

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