1. Startseite
  2. Lokales
  3. Willingen (Upland)

Land stockt Förderung für Neubau des Willinger Lagunenbads um 3,1 Millionen Euro auf

Erstellt:

Von: Wilhelm Figge

Kommentare

Das Land Hessen stockt seine Förderung für den Neubau des Lagunenbad in Willingen um 3,1 Millionen auf, nunmehr knapp 18 Millionen. Die Bescheide übergab Staatssekretär Jens Deutschendorf (vierter von links) an Bürgermeister Thomas Trachte. Der Übergabe wohnten bei (von links) die Landtagsabgeordneten Jürgen Frömmrich (Grüne) und Jan-Wilhelm Pohlmann (CDU), Friedrich Pohlmann (Gemeindevorstand), Bauaussschuss-Vorsitzender Dirk Wilke, Detlef Ückert, Marc Honekamp, Norbert Lopatta und Förder-Managerin Christina Hochbein.
Das Land Hessen stockt seine Förderung für den Neubau des Lagunenbad in Willingen um 3,1 Millionen auf, nunmehr knapp 18 Millionen. Die Bescheide übergab Staatssekretär Jens Deutschendorf (vierter von links) an Bürgermeister Thomas Trachte. Der Übergabe wohnten bei (von links) die Landtagsabgeordneten Jürgen Frömmrich und Jan-Wilhelm Pohlmann, Friedrich Pohlmann (Gemeindevorstand), Bauaussschuss-Vorsitzender Dirk Wilke, Detlef Ückert, Marc Honekamp, Norbert Lopatta und Förder-Managerin Christina Hochbein. © Wilhelm Figge

Nachdem die Kosten für den Neubau des Lagunenbads gestiegen sind, erhöht auch das Land Hessen seine Förderung: Es gehe um einen Ankerpunkt des nordhessischen Tourismus.

Willingen – Das Land Hessen stockt seine Förderung für den Neubau des Lagunenbads in Willingen um 3,1 Millionen auf und schießt nunmehr knapp 18 der 38 Millionen Euro zu. Die Bescheide übergab Staatssekretär Jens Deutschendorf am Freitag (Vierter von links) an Bürgermeister Thomas Trachte. Das Land sei sich der Bedeutung Willingens für den Tourismus bewusst, es sei ein Ankerpunkt für die erfolgreiche Arbeit in der Grimmheimat und dem Waldecker Land, erklärte der Staatssekretär im Wirtschaftsministerium. Das Bad solle moderner, komfortabler und attraktiver werden, doch sei die Gemeinde beim Bau auf einige Unwägbarkeiten gestoßen

Neubau des Lagunenbads brachte viele Überraschungen

„Wir mussten in der Projektrealisierung alles erleben, was es so gibt“, blickt Bürgermeister Thomas Trachte auf den bisherigen Neubau des Lagunenbads zurück: ein Start inmitten der Corona-Unwägbarkeiten im März 2020, wechselnde Ingenieure, Fachbüros, die der Aufgabe nicht gewachsen waren, steigende Kosten durch den Krieg und Schwierigkeiten, Bauunternehmen zu bekommen.

Die Baukosten stiegen schrittweise von 18 auf 38 Millionen – dass das Land Hessen nun zusätzlich zu seinen 14,5 Millionen Euro bereits gewährter Förderung noch 3,1 Millionen Euro dazugibt, sei zentral: „Das alles wäre überhaupt nicht möglich, wenn wir nicht das Land Hessen hätten“, so Trachte.

Bescheide über 2,2 Millionen für das eigentliche Bad und 0,9 Millionen für die Saunalandschaft hatte Staatssekretär Jens Deutschendorf (Grüne) im Gepäck. Bäderprojekte seien kompliziert: „Korbach hat seine Geschichte, Bad Wildungen diskutiert noch, landauf, landein stehen Städte vor Herausforderungen.“ Willingen sei da einen mutigen Schritt gegangen. Privates Unternehmertum sei wichtig, aber auch, dass Kommunen Infrastruktur herstellen, erklärte er und verwies auf die Arbeit der Hoteliers, das Wintersportgebiet und die Hängebrücke Skywalk einerseits und „Green Trails“ und Fußgängerpromenade anderseits. „Diese Dynamik wollen wir von Seiten des Landes Hessen wo wir können unterstützen“, hielt er fest.

Die Spange zwischen Lagunenbad und Besucherzentrum und die Dachkonstruktion nehmen Formen an.
Die Spange zwischen Lagunenbad und Besucherzentrum und die Dachkonstruktion nehmen Formen an. © Wilhelm Figge

Ursprünglich ging es nur um eine Erneuerung der Saunalandschaft und eine „Aufhübschung“ des restlichen Bades, erklärte Thomas Trachte. Dann wurden Mängel an der Bausubstanz entdeckt und die Gemeinde hatte nur noch die Wahl, das Bad fast komplett neu zu bauen „oder es ganz bleiben zu lassen.“ Immer wieder tauchten neue Probleme auf: Zuletzt stieg der Preis für das Stahldach durch die Decke, ein Holz-Ersatz musste erst neu genehmigt werden, was die Arbeit im Winter in Frage stellte. Das Dach ist genehmigt und liegt teils, erklärte Bauamtsleiter Marc Honekamp, bei passender Witterung soll der Rest folgen – im Keller werde ohnehin weitergearbeitet.

Lagunenbad soll wenn es gut läuft Ende 2023 eröffnet werden

Während sein Team sich um das Bauliche kümmert, bereiten die Marketing-Fachleute um Tourismus-Manager Norbert Lopatta ihren Part vor, das dritte Team um Annette Pöttner und Björn Wilke rechnet die Finanzen durch. Das Ergebnis lautet weiterhin: Beim aktuellen Kostenrahmen finanziert sich das Bad und die Gemeinde muss keine hohen Zuschüsse geben, hielt Thomas Trachte fest – eben auch dank der nicht selbstverständlichen Hilfe des Landes. Zwölf Millionen Euro werden über noch zu günstigen Konditionen aufgenommene Krediten finanziert.

Er hoffe, in einem Jahr wieder Besuch aus Wiesbaden zu kriegen: „Wenn alles gut läuft, wollen wir nächstes Jahr um diese Zeit eröffnen.“ (wf)

Auch interessant

Kommentare