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Naturpark Diemelsee beteilgt Jugend am Naturparkplan

Am Naturparkplan haben Neuntklässler an der Uplandschule mitgearbeitet.
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Am Naturparkplan haben Neuntklässler an der Uplandschule mitgearbeitet.

Die Jugend soll die Zukunft des Naturparks Diemelsee mitgestalten. Sie haben konkrete Projekt-Ideen und wollen zeigen, was der Park bietet.

Willingen – Mit dem Aufstellen eines Naturparkplans soll geklärt werden, wie der Naturpark Diemelsee bis zum Jahr 2030 aussehen soll. Deshalb sollen auch die gefragt werden, die am längsten mit dieser Zukunft zu tun haben: „Wir wollen die Jugend mitnehmen, die im Naturpark leben und arbeiten wird“, erklärt der stellvertretende Geschäftsführer Benedikt Wrede. Bei einem Jugendworkshop an der Uplandschule haben zwölf Neuntklässler Ideen erarbeitet.

Ergebnisoffen hätten sie sich zusammengesetzt, erklärt Benedikt Wrede. Zusammen mit Lehrerin Katharina Müllenhoff, Jenny Höblich von der Evangelischen Jugend Upland, Martina Hoff vom Landschaftsarchitekturbüro Hoff und Christian Rast von der Freizeit- und Tourismusberatung gaben sie Beispiele, was möglich ist – und die Schüler machten sich ihre Gedanken.

So sprachen sie sich etwa für einen besseren Zugang in den Bömighäuser See und weitere Freizeitaktivitäten aus. Auch weitere Pump-tracks für Radfahrer und Anlagen für Beach-Volleyball würden sie begrüßen. Eine weitere Idee war, Wasserspielplätze zu schaffen, mit Zielgruppen von Kleinkindern bis zu Jugendlichen: Pumpen samt Bahnen, Trittsteine durchs Gewässer und eine Floßseilbahn zur Überquerung könnten Bestandteile sein. Auch Erlebniswälder könnten von jüngsten Zielgruppen aufwärts Gäste ansprechen, etwa mit Hüttenbau, Kletterelementen und Feuerstellen.

40 000 bis 50 000 Euro hat der Naturpark in diesem und im nächsten Jahr für Projekte, eines davon soll mit Jugendlichen realisiert werden. Wie schon Erwachsene sollten sie digital in die Schaffung des Naturparkplans involviert werden – doch die Rückmeldung blieb gering, weshalb gezielt an der Schule gearbeitet wurde, erklärt Wrede.

Ein Problem sei, dass Naturparks vor allem Menschen mittleren Alters und Älteren ein Begriff seien. Der Jugendworkshop soll helfen – und auch eine Idee dabei geht in die Richtung – ihn bei einem jüngeren Publikum bekannt zu machen: An der Schule könnte eine AG entstehen, die eine App über Freizeitaktivitäten im Naturpark kreiert. Dabei würden Jugendliche Filme und Fotos machen, die sie für Gleichaltrige interessant machen.

Die Präsenz auf Medien wie Instagram und TikTok könnte gestärkt werden. Für die Jugendlichen wären Weiterbildungen in Web-Design und Film- sowie Fototechnik Projektbestandteil. Ideen, wie sich eine solche AG an der Schule realisieren ließe, wurde am Ende des Workshops schon diskutiert. Benedikt Wrede jedenfalls kündigte an, viele Ideen in die Lenkungsgruppe mitzunehmen und gerne wieder auf die Jugendlichen zurückzukommen. (wf)

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