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Die Hochheiden im Upland blühen auf

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 Bei einer Wanderung der Tourist-Information Willingen auf dem Ettelsberg zeigt Wanderführer Dieter Pollack (links) Hildegard und Reinhard Gehring aus dem Emsland, was es mit der Besenheide auf sich hat, und sucht mit ihnen Beeren, die schon reif sind.
Bei einer Wanderung der Tourist-Information Willingen auf dem Ettelsberg zeigt Wanderführer Dieter Pollack (links) Hildegard und Reinhard Gehring aus dem Emsland, was es mit der Besenheide auf sich hat, und sucht mit ihnen Beeren, die schon reif sind. © Wilhelm Figge

Lila Blüten über blauen und roten Beeren: Auf Ettelsberg, Pön, Osterkopf und weiteren Gipfeln im Upland erreicht die Hochheide ihre volle Pracht.

Willingen-Upland – Der Hoch- und Spätsommer ist die Zeit der Hochheiden. Nicht nur reifen die Beeren, von August bis September verziert die Farbenpracht der Heideblüte viele Gipfel im Upland. Wie kleine blaue Perlen hängen die Heidelbeere an den Zwergsträuchern: ein Strauch nach dem anderen auf der kilometerweiten großen Hochheidefläche. Und davon gibt es einige rund um Willingen, teilt die Tourist-Information mit. Sammler sind schon unterwegs

Das Sammeln ist erlaubt und kostenfrei. Junge und ältere Besucher aus Nah und Fern spazieren dazu schon durch die Heide und pflücken Beeren – dass Finger und Münder rot werden, gehört dazu. Die Tourist-Info hebt hervor, dass echte Heidelbeeren sehr gesund seien, mehr als die Kulturblaubeeren aus dem Supermarkt. Die roten Preiselbeeren seien seltener, weniger süß und darum bei Kindern weniger beliebt. Doch aus beidem ließen sich leckere Desserts und Kuchen zubereiten.

Zu beachten sei: Das Sammeln von Beeren ist nur zu privaten Zwecken erlaubt. Gewerbliche Ernte ist untersagt. Aus Gründen des Naturschutzes dürfen die Beeren nur gepflückt und nicht mit sogenannten „Kämmen“ geerntet werden.

In der Hochheide auf dem Ettelsberg suchen Frederik, Christel und Britta Scharf aus Volkmarsen nach Preisel- und Heidelbeeren. Inmitten der lila Blüten finden sich die roten und blauen Früchte.
In der Hochheide auf dem Ettelsberg suchen Frederik, Christel und Britta Scharf aus Volkmarsen nach Preisel- und Heidelbeeren. © Wilhelm Figge

So vital wie vergangenes Jahr, als die Beeren außerordentlich gut gediehen, sehe die Heide zur Zeit nicht aus, erklärt Naturpark-Geschäftsführer Benedikt Wrede auf Anfrage unserer Zeitung: Es seien Trockenschäden zu sehen, aber insgesamt sei alles noch im Normalbereich.

Den Anblick jedenfalls rühmt die Tourist-Info: In der Heideblüte erstrahlen Millionen zwischen skurril gewachsenen Kiefern und Wacholdersträuchern, grenzen sich vom Grün der winzigen Blättchen der Beerensträucher und dem silbrigen Weiß der einzelnen, schief gewachsenen Birkenstämmchen ab.

Fast alle Wanderwege führen an den Hochheiden entlang. Der Uplandsteig, das Flaggschiff der Willinger Wanderwege, verlaufe über die schönsten und höchsten Gipfel, vorbei an fast allen größeren oder kleineren Heideflächen. Besonders gut in diese Zeit und in diese Stimmung passe eine Wanderung zu den Willinger Seelenorten wie dem Orenberg und dem Osterkopf.

Eine weitere Möglichkeit, die Heide kennenzulernen, hebt Benedikt Wrede hervor: Am 14. August wird der Hochheidetag auf dem Neuen Hagen Richtung Niedersfeld gefeiert. Sternwanderungen führen dorthin, um 13 Uhr beginnt ein ökumenischer Gottesdienst, an den sich Themenwanderungen anschließen. Rund um die Hochheidehütte gibt es ein Begleitprogramm mit Greifvogelpräsentation, Bastelangeboten für Kinder und Informationen zur Natur.  (wf/red)

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