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Patienten in Willingen sollen nach Rettungseinsatz einfacher Hilfe finden

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Von: Wilhelm Figge

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Die Zusammenarbeit von PORT und DRK in Willingen begrüßen (von links) Care-Managerin Viktoria Biedermann, Rettungssanitäterin Theresa Donath, Notfallsanitäter Achim Schuppe, Frank Kotthaus, Thomas Trachte, PORT-Vorsitzender Volker Becker, Katharina Kappelhoff und Ingrid Potthoff.
Die Zusammenarbeit von PORT und DRK in Willingen begrüßen (von links) Care-Managerin Viktoria Biedermann, Rettungssanitäterin Theresa Donath, Notfallsanitäter Achim Schuppe, Frank Kotthaus, Thomas Trachte, PORT-Vorsitzender Volker Becker, Katharina Kappelhoff und Ingrid Potthoff. © Wilhelm Figge

Wer im Rettungswagen ins Krankenhaus kommt, benötigt oft noch länger Hilfe. Eine Kooperation des Gesundheitsnetzwerks PORT und des Roten Kreuzes soll das Willingern erleichtern.

Willingen – Wenn der Rettungsdienst gerufen wird, ist schnelle Hilfe gefragt. Aber es stehen auch viele Fragen im Raum: Manch ein Notfall erfordert noch über den Aufenthalt im Krankenhaus hinaus Hilfe. Damit Betroffene und Angehörige aus der Region wissen, an wen sie ihre Fragen richten können, hält ab sofort jeder Rettungswagen in Willingen Informationsbroschüren des Gesundheitsnetzwerks PORT bereit.

Viele Klienten wüssten bereits über ihren Hausarzt oder Pflegedienst, dass PORT sie unterstützen kann, aber nicht alle wissen Bescheid, erklärt Geschäftsführerin Dr. Katharina Kappelhoff. Und wenn dringend Hilfe benötigt wird, ist kaum die Ruhe da, um wichtige Fragen zu klären. Selbst wenn Angehörige anwesend sind, steht im Raum, wie die weitere Versorgung aussieht, was zu organisieren und regeln ist. Nicht selten braucht es nach einem Krankenhausaufenthalt weitere Unterstützung, eine Reha, ein Pflegegrad oder auch Unterstützung im Haushalt.

In den Informationsbroschüren finden sich alle notwendigen Kontaktdaten. Ein Anruf oder eine E-Mail an PORT genügen, auf Wunsch kann auch der Rettungsdienst dem Gesundheitsnetzwerk Bescheid geben. Versorgungslotsin Ingrid Potthoff nimmt dann Kontakt auf und hilft, wo sie kann: bei Anträgen, bei Plätzen für eine Reha oder Kurzzeitpflege oder sonstige Unterstützung.

Auch bei der Überleitung aus dem Krankenhaus nach Hause ist die Versorgungslotsin behilflich. „Je früher wir eingebunden sind, desto besser können wir unterstützen“, erklärt Katharina Kappelhoff – durch frühzeitige Information könne PORT die Zeit im Krankenhaus nutzen.

Nach guten Erfahrungen in der Stadt Initiative auf dem land ergriffen

Die Anregung für die Kooperation mit dem Rettungsdienst kam von der AOK Hessen, die ein ähnliches Konzept aus Wiesbaden kannte und den Kontakt herstellte. Wegen der guten Erfahrungen dort entschloss sich PORT, im ländlichen Raum die Initiative zu ergreifen.

Frank Kotthaus, Rettungsdienstleiter des DRK Korbach-Bad Arolsen fand die Idee von Anfang an sehr gut: „Das Gesundheitsnetzwerk kann unsere tägliche Arbeit gut ergänzen und wir wissen gleichzeitig, dass die Patienten weiter begleitet werden, auch wenn unser Einsatz abgeschlossen ist.“

Die Kooperation soll in den kommenden Monaten ausgebaut werden. Im Laufe des Jahres soll geschaut werden, ob die Kontaktvermittlung angenommen wird. „Mit der Kooperation können wir noch mehr Menschen in unserer Gemeinde erreichen und gut versorgen“, erklärt Bürgermeister Thomas Trachte.

Das Gesundheitsnetzwerk PORT Willingen-Diemelsee wird seit dem 1. Juni 2021 durch das Hessische Sozialministerium und die hessischen Pflegekassen im Rahmen des „Upland Care Projektes“ gefördert.

Einzug in neue Willinger Rettungswache soll bald starten

Beim Ortstermin an der im Bau befindlichen Rettungswache im Wakenfeld verkündete Rettungsdienstleiter Frank Kotthaus: „Wir hoffen, dass wir diesen Monat einziehen können.“ Er konnte das fast fertige Untergeschoss präsentieren, das unter anderem vier Ruhezimmer, einen Aufenthaltsraum und drei Stellplätze in der Garage bietet, um der höheren Einsatzzahl gerade am Wochenende gerecht zu werden. Im Obergeschoss wird noch gebaut, aber er hält fest: „Es ist ein schöner Arbeitsplatz geworden und macht was her.“  (wf/red)

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