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Planung für Indoor-Park „Fun Arena“ in Willingen kann beginnen

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Von: Wilhelm Figge

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So wurde das Projekt Fun Arena im Herbst vorgestellt. Die Gestaltung des Gebäudes ist eine der Fragen, über die das Parlament noch diskutiert. VISUALISIERUNG: fisseler/PR
So wurde das Projekt Fun Arena im Herbst vorgestellt. Die Gestaltung des Gebäudes ist eine der Fragen, über die das Parlament noch diskutiert. © Fisseler/pr

Spiel- und Trampolinanlagen für verschiedene Altersgruppen soll der „Fundome“ in Willingen bieten. Eine große Mehrheit im Parlament ist dafür – es gibt aber auch noch Bedenken.

Willingen – Neben Besucherzentrum und Lagunenbad plant die Firma Fisseler den Bau eines Indoor-Parks mit Spielgeräten und Trampolinen. Die Willinger Gemeindevertretung hat mit einer Gegenstimme der Aufstellung des Bebauungsplans zugestimmt, der für die Realisierung des Projekts entwickelt werden muss.

„Wir sehen in der Funsport-Arena eine ganz wesentliche Weiterentwicklung des Angebots für Familien und jüngere Urlauber. Mit all den anderen Projekten in diesem Bereich entsteht ein geballtes und massives Angebot“, machte Bürgermeister Thomas Trachte das Potenzial klar. Die Nähe zu den anderen Freizeitanlagen „Am Hagen“ sei ideal, derweil gebe es auch einige Fragen.

Dem gegenüberliegenden Sauerlandstern würde eine zwölf Meter hohe Halle vor ein Drittel der Balkone gebaut, merkte Karl Leyhe (CDU) bereits im Bauausschuss an – die Optik einer „Industriehalle“ stieß auf Kritik. Das Hotel sehe das Projekt positiv, berichtete Trachte dem Parlament, aber es seien architektonische Fragen zu klären. Stephan Scharnhorst (SPD) hinterfragte den ganzen Standort: Auch den Gästen des Lagunenbads werde die Aussicht auf Ettelsberg und Sonnenhang verbaut.

Seine andere Sorge teilte er mit Friedrich Wilke (Freie Wähler), der darauf verwies, dass der Schotterparkplatz am Ende der Straße „Am Hagen“ dem Projekt zum Opfer fallen würde. Der „Fundome“ würde zwar einen eigenen Parkplatz anlegen, aber für Besucherzentrum, Eishalle und den erhofften Besuchermagnet Lagunenbad brauche es mehr Parkplätze, nicht weniger. Die Gemeinde solle einen Stellplatznachweis erbringen. Scharnhorst schloss sich an: „Wir werden massenhaft Parkplätze brauchen.“ Schon zuvor habe es zu wenig gegeben.

Der geplante Standort der „Fun Arena“: Die Wiese direkt am Sauerlandstern bliebe frei, auf der mittleren Fläche mit dem Helikopter-Platz sowie dem Parkplatz würde gebaut. Auch die angrenzende Eventfläche spielt in die Überlegungen hinein.
Der geplante Standort des „Fun Dome“: Die Wiese direkt am Sauerlandstern bliebe frei, auf der mittleren Fläche mit dem Helikopter-Platz sowie dem Parkplatz würde gebaut. Auch die angrenzende Eventfläche spielt in die Überlegungen hinein. © Hans Blossey

„Den Hinweis auf die Parkplatz-Situation unterstreiche ich“, erklärte Thomas Trachte. Verbunden sei das mit der Frage nach der weiteren Nutzung des Wiese oberhalb des Planungsareals als Event-Fläche. Seine persönliche Vorstellung sei, dass sie weiterhin genutzt, aber auch befestigt wird, um sie abseits der Konzerte als Parkplatz zu nutzen. Ob das die Lösung sei, müsse diskutiert werden, fest stehe aber: „Es muss auf jeden Fall etwas kommen.“

Dirk Wilke (FDP) erinnerte an den Antrag von CDU und FDP, im Programm „Zukunft Innenstadt“ die Verkehrsentwicklung zu prüfen, und bat um einen Zwischenstand. Die Ausschreibung für ein Planungsbüro laufe, erklärte Thomas Trachte. Das sei auch nötig: Mit 250 000 erwarteten Lagunenbad-Besuchern, einer vergleichbaren Menge in der „Fun Arena“ sowie einer weiteren sechsstelligen Zahl für Besucherzentrum und Eishalle müsse der Verkehr geprüft werden.

Der Bürgermeister sprach ein weiteres zu Problem an: Die Trasse für die Umgehungsstraße verläuft über das Grundstück. Ob die jemals komme und dort überhaupt noch gewünscht sei, sei eine Frage für die Zukunft. Jetzt müsse aber so geplant werden, dass es dann überhaupt noch Optionen gibt.

Die Firma Fisseler hat sich nach Gesprächen mit mehreren Interessenten derweil auf einen möglichen Betreiber fokussiert, teilt Geschäftsführer Dr. Michael Pielert mit. Dieser sei erfahren und wolle ein über Trampoline hinausgehendes „Family Entertainment Center“ mit altersübergreifendem Angebot schaffen. „Wie die finale Außenvisualisierung der Halle dann aussehen wird, entscheidet neben dem Bebauungsplan auch im Wesentlichen der künftige Betreiber.“ (wf)

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