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Rückschlag für SC Willingen: 1:5-Niederlage bei SG Barockstadt

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Zweikampf fußball
Momentaufnahme: Florian Heine (links) erzielte den vorübergehenden Ausgleich für die Willinger im Spiel gegen die SG Barockstadt . © Worobiow/Archiv

Der letzte Anzug passte diesmal nicht. Der SC Willingen verlor am Donnerstag die Verbandsliga-Partie bei der SG Barockstadt II mit 1:5 (1:3).

Lehnerz – Damit sind die Upländer nur noch einen Zähler vom ersten Abstiegsplatz entfernt – und von der SG Ehrenberg, die nach dem 1:1 in Dörnberg nun am Samstag die Willinger empfängt.

Kalt erwischt wurden die Gäste gleich in der vierten Minute, als Anto Vinojcic aus der Distanz aus spitzem Winkel draufhielt, Yannick Wilke den Ball nur nach vorne abwehren konnte und Yunus Kocak aus der Nähe des Elfmeterpunkts flach zum 1:0 traf.

Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten. Mit einer feinen Einzelleistung ging Sebastian Müller auf der linken Seite bis auf die Grundlinie und seinen Rückpass drückte Florian Heine aus elf Metern über die Linie (11.).

Es war aber einer der ganz wenigen von den Willingern eingestreuten Glanzpunkte, ansonsten fanden die letzten Pässe kaum einen Abnehmer. „Die Barockstädter waren uns heute spielerisch überlegen“, sah auch SCW-Trainer Dardan Kodra seine Akteure immer wieder den Gastgebern hinterherlaufen.

Zwar war Jan-Niklas Albers nach überstandener Zerrung in die Viererkette zurückgekehrt, dafür aber fehlten mit den beim 5:3 gegen Gudensberg angeschlagenen Christian Kuhnhenne und Fynn Butterweck zwei wichtige Kreativspieler. Und in der Sturmspitze konnte Yasin Dogan mit Trainingsrückstand nicht den erkrankten A-Jugendlichen Justine Kesper ersetzen.

SCW-Torwart Wilke wird zum Pechvogel

Wieder nur sieben Minute nach dem Ausgleich wurde zudem Wilke zum Pechvogel, als er nach einem Rückpass genau in die Füße von Kocak schoss, der von knapp außerhalb des Strafraums sofort abzog und das Spielgerät flach zum 2:1 ins Eck setzte (18.).

„Wenn einer ansonsten seine Leistung bringt, dann Yannick“, nahm Kodra seinen Keeper gleich in Schutz. Es war insgesamt die zu hohe Fallzahl an individuellen Fehlern, die die Gäste schnell auf die Verliererstraße brachten. Etwa in der 38. Minute, als ein langer Diagonalball von Kocak auf die rechte Seite nicht verteidigt wurde und so Lucian Arnold die Szene mit einem sehenswerten Abschluss aus 16 Metern hinten ins lange Eck veredeln konnte.

Willinger helfen beim Gegentor kräftig mit

Auch beim 4:1 halfen die Willinger kräftig mit. Der für Dogan eingewechselte Jan Theiß, Aushilfe vom Kreisoberliga-Team, traf den Ball nicht richtig, der landete bei Linus Wittke, der aus acht Metern abstaubte (58.). Die ansonsten einfach zu harmlosen Upländer setzten offensiv dagegen nur noch ein Lebenszeichen. Jan-Henrik Vogel bediente auf Höhe des Sechszehnmeterraums Jonah Schilling, aber dessen satten Schuss klärte der ansonsten ungeprüfte Maximilian Weisbäcker zur Ecke (73.). Den Schlusspunkt für das längst das Ergebnis verwaltende Hausherren setzte Arnis Mulaj mit einem Heber aus 14 Metern über Wilke hinweg ins Netz (76.).K

Zweiter Auftritt der Upländer in Osthessen

Nach dem Abpfiff war Kodra ehrlich: „Aufgrund der Summe der individuellen Fehler und wie die Barockstädter die ausgenutzt haben, geht der Sieg völlig in Ordnung – auch in der Höhe“. Gleichwohl ließ der SCW-Coach den Kopf nicht hängen und blickte schon voraus auf den Auftritt am Samstag in Ehrenberg. „Das wird auf gar keinen Fall leichter“, so Kodra, „aber ein ganz anderes Spiel“. Zum ein wird statt auf

Kunstrasen auf dem danach renovierten Rasen in Wüstensachsen gekickt. Und dann kommt die Rhön-Elf mehr über das Kollektiv als über spielerische Klasse. Der Trainer hofft, dass ein, zwei der angeschlagenen Akteure zurückkommen. Aber egal, welcher Anzug zur Verfügung steht, „wir müssen ein neues Gesicht zeigen.“ ni

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