Fußball-Verbandsliga:

SC Willingen hofft gegen Türkgücü Kassel auf ersten Heimsieg – Trainer: „Nicht ins Verwalten kommen“

Hier blockt Naci Kara den Schuss des Willingers Sean Querl.
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Ein besseres Durchkommen durch die Türkgücü-Abwehr wünschen sich die Fußballer des SC Willingen am Sonntag. Hier blockt Naci Kara den Schuss des Willingers Sean Querl.

Nach dem Befreiungsschlag durch das 4:0 gegen die SG Hombressen bemerkten die Spieler des SC Willingen beim 2:2 in Dörnberg, dass doch noch nicht alle Fesseln in ihrem Spiel gelöst sind.

Willingen – Die restlichen störenden Fäden möchte die Mannschaft am liebsten am Sonntag (15 Uhr) mit einem Heimsieg gegen Türkgücü Kassel abstreifen.

Co-Trainer Till Frigger hat bei seiner Mannschaft in Dörnberg auch viele positive Aktionen gesehen, aber die sind eben dann nicht viel wert, wenn sich ein Fehler einschleicht, der dies ganze Arbeit eines Teams zunichte machen kann und zuätzlich Punkte kostet.

Eine Fessel, die sich noch nicht von den Upländern gelöst hat, ist das Verteidigen eines Vorsprungs und wie man die eigene Ordnung hält, auch wenn der Gegner mehr ins Risiko geht, weitere Leute nach vorn zieht und gleichzeitig seine Defensive lockert.

Trainer Dardan Kodra gibt hier eine einfache Vorgabe, die aber auf dem Platz nicht so einfach umzusetzen ist: „Wir sollten in solchen Situationen den Fokus nicht auf das Verteidigen legen, sondern darauf, weiterhin nach vorn spielen.“ Die Zauberworte lauten: hoch verteidigen. Doch diese Aufgabe zählt für eine Mannschaft schon zur höheren Fußballschule.

„Wir dürfen nicht ins Verwalten kommen, das ist immer gefährlich“, fordert der Coach. Es gelte, eine innere Grundhaltung in der Mannschaft aufzubauen, die eigentlich immer versuche, eher die Chancen zu sehen statt das Risiko. Die nächste Möglichkeit diese Gedanken auf Rasen zu bringen, bietet sich gegen die Türkgücü-Elf, die bisher sieben Punkte geholt hat. Aber auch diese Mannschaft scheint noch ihre Balance zwischen Defensive und Offensive zu suchen, denn den sieben eigenen Toren stehen 19 Gegentreffer gegenüber.

Fast die Hälfte der erzielten Treffer geht auf das Konto von Enver Maslak. „Der hat durchaus seine Qualitäten“, lobt der Kodra.

Natürlich bringe Türkgücü auch viel Leidenschaft und Temperament mit, aber „diesen Zahn müssen wir ihnen früh ziehen indem wir ihnen keine Erfolgserlebnisse gewähren, an denen sie sich hochziehen können.“

Wenn seine Mannschaft es hingegen schaffe, die Türkcücü-Spieler zu Fehlern zu zwingen, könne es auch sein, dass man sie schnell aus dem Konzept bringen könne.

Der kleine Rückschlag in Dörnberg sei aber auch der Tatsache geschuldet, dass die Mannschaft auf vier Positionen umgebaut werden musste, erzählt Kodra. Die Studenten Sean Querl und Tim Friedrich hatten es wie erwartet nicht rechtzeitig von Herford geschafft, Sebastian Müller war erkältet. Während dieses Trio am Sonntag wieder im Kader steht, fehlt Urlauber Christian Kuhnhenne auch gegen Türkgücü aus.

Für Onur Büyükata, Kapitän der Kasseler Mannschaft, ist die Begegnung in Willingen „ auf jeden Fall ein Sechs-Punkte-Spiel“. Zumal er und seine Teamkollegen nach der 1:6-Klatsche im vergangenen Oktober in Willingen noch etwas gutzumachen hätten.

„Dafür müssen wir aber noch konzentrierter in die Zweikämpfe gehen und in beide Richtungen schneller umschalten“, fordert Büyükata. Das hört sich wie bei den Willingern nach einer noch nicht beendeten Suche nach der Fehlerminimierung an.

Es könnte also einmal mehr ein Spiel nach dem Motto werden: Wer die wenigsten Fehler macht, gewinnt. (rsm)

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