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Willingen trifft auf „Lieblingsgegner“ CSC Kassel - Trainer Kodra: „Wir müssen jetzt liefern“

Fußball arbeiten: Gegen den CSC Kassel heißt es für die Willinger, für den ersten Saisonsieg auch die Ärmel hoch zu krempeln. Das Bild zeigt Christian Kuhnhenne und Jan Niklas Albers (rechts) gegen die Kasseler Marius Wolf (li.) und Roy Kessebohm.
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Fußball arbeiten: Gegen den CSC Kassel heißt es für die Willinger, für den ersten Saisonsieg auch die Ärmel hoch zu krempeln. Das Bild zeigt Christian Kuhnhenne und Jan Niklas Albers (rechts) gegen die Kasseler Marius Wolf (li.) und Roy Kessebohm.

Ab wann beginnt ein verpatzter Saisonstart? Die Verbandsliga-Kicker des SC Willingen sind noch sieglos, haben in vier Spielen nur einen Punkt geholt. Die nackten Zahlen weisen eigentlich klar auf einen Fehlstart hin.

Willingen – Doch wer die Spiele der Upländer gesehen hat, muss nicht zu diesem Schluss kommen. In diesen 360 Spielminuten steckte auch viel Willinger Spieldominanz, guter Wille oder phasenweise gutes Umsetzen der taktischen Vorgaben..

Zieht man von diesen Spielen die teilweise krassen individuellen Fehler ab, die oft auch zu Gegentoren geführt haben, stünden die Willinger vielleicht so gut da, wie ihr Gegner CSC Kassel an diesem Mittwoch, der mit zehn Punkten noch ungeschlagen ist. Doch die Mannschaft von Trainer Lothar Alexi reist nicht so gern nach Willingen, weil sie dort schon seit fünf Jahren keinen Punkt mehr eingefahren hat.

Gespräch mit der Mannschaft

Der Lieblingsgegner kommt. Diese Aussage könnte in den Köpfen der Willinger Kicker den etwas gesunkenen Pegel ihres Selbstvertrauens wieder steigen lassen. Dazu trägt vermutlich auch die Aussprache zwischen Spielern und Trainerteam am Montagabend bei. „Wir haben uns darüber ausgetauscht, was und welche Details wir in unserem Spiel verändern müssen.“ Eine Schlussfolgerung dieses Gesprächs: Frühzeitig richtige Entscheidungen treffen und dann mit mehr Klarheit hinten raus spielen und damit die hohe Quote an individuellen Fehler senken.

Von der Mannschaft kam der Vorschlag, künftig Standardsituationen des Gegners nicht mehr im Raum zu verteidigen, sondern die Manndeckung zu bevorzugen. „Wir suchen noch die Balance zwischen Pressing und dem kompakten Verteidigen in der eigenen Hälfte“, erzählt Kodra, „wir verpassen noch zu oft den richtigen Moment zum Pressen, das kostet uns dann unnötig Kraft, die uns am Ende fehlt.“ Auch von den eigenen Standards gehe zu wenig Gefahr aus.

All diese Verbesserungsvorschläge sollen schon heute r so oft wie möglich zu sehen sein. „Wir kennen diesen Gegner gut.“ Der CSC sei erfahren und die körperlich robusten Spieler gingen stark und bewusst auf zweite Bälle. „Davor müssen wir auf der Hut sein, körperlich dagegenhalten“, sagt Kodra, der personell wieder mehr Möglichkeiten bekommt, von der Bank aus mehr Einfluss auf das Spiel zu nehmen. Sein Bruder Valdrin sei wieder spielfähig, ungewiss nur der Einsatz von Matthias Bott.

Und vielleicht ist der SCW auch deshalb noch nicht in einer Krise, weil Kodra nichts schön redet, sondern zugibt, dass er sich mit dem Team in einer kritischen Lage befinde. „Wir müssen jetzt liefern und nicht nach Ausreden suchen.“ rsm

CSC-Coach Alexi: „Mich irritiert Willinger Fehlstart“

Wenn Lothar Alexi den Namen Willingen hört, muss der Trainer des CSC Kassel schmunzeln. Dabei gehen ihm die jüngsten Begegnungen mit den Ski-Club-Kickern durch den Kopf, die er auf upländischer Grasnarbe mit seinen Männern seit 2016 einfach nicht mehr besiegen konnte

„Mich irritiert der Willinger Fehlstart, mit Spielern wie Vogel, Heine oder Butz, das ist ja keine Laufkundschaft“, sagt der CSC-Coach. Auch die hohe Quote an individuellen Fehlern sei untypisch für Willingen.

Heine freut sich, wenn er CSC 03 hört

Insgeheim denkt Alexi vermutlich schon, dass das Spiel ein guter Zeitpunkt für ihn und seine Mannschaft ist, diese Negativserie endlich zu beenden: SCW noch sieglos, CSC noch ungeschlagen.

Zudem ist der Coach zufrieden mit dem, was seine Mannschaft momentan spielerisch auf den Platz bringt. „Wir sind durch einen breiteren Kader variabler geworden und mich freut, dass junge Spieler positiv überraschen, wie etwa Leonhard Schilling oder Maximilian Köps.“ Allerdings fehlen Alexi Stammkräfte, wie Nico Schrader, Roy Kessebohm und Florian Steinhauer.

Natürlich würde sich Alexi freuen, wenn die schwarze Serie gegen Willingen heute enden würde, aber er nimmt sie auch mit Humor: „Ich glaube, der Heine freut sich immer, wenn er CSC 03 hört, weil er weiß, er trifft. Diesmal hoffentlich nicht.“ rsm

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