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Schützengesellschaft Willingen feiert Jubiläum

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Parallel zum Kommersabend suchen die Willinger Schützen einen Nachfolger für das Kaiserpaar Bettina und Heiner Göbel.
Parallel zum Kommersabend suchen die Willinger Schützen einen Nachfolger für das Kaiserpaar Bettina und Heiner Göbel. © pr

Auf 150 Jahre Geschichte blickt die Willinger Schützengesellschaft zurück. Das feiert sie am Samstag mit Kommersabend und Kaiserschießen.

Willingen – Nach zweijähriger Corona-Pause freut sich die Schützengesellschaft Willingen auf ihr großes Jubiläum, das sie am Samstag im Besucherzentrum feiert: Vor 150 Jahren wurde die Kyffhäuser Kameradschaft gegründet, aus der 1977 die heutige Willinger Schützengesellschaft hervorging. Deshalb laden die Schützen alle Mitglieder, Freunde und Upländer zu einem großen Kommersabend ab 18 Uhr ein, bei dem auch der neue Schützenkaiser ermittelt wird.

Neben den örtlichen Vereinen sind auch zahlreiche befreundete Schützenvereine eingeladen. Zunächst werden die Schützen und die Schützenblaskapelle um 17 Uhr im Kurgarten antreten und dann den amtierenden Kaiser Heiner Göbel abholen.

Der Einmarsch ins Besucherzentrum ist gegen 18 Uhr vorgesehen. Nach der Begrüßung durch die Vorsitzenden Christoph Bangert und Frank Wilke und einem Grußwort des Bürgermeisters Thomas Trachte beginnt gegen 19 Uhr das Kaiserschießen, an dem alle anwesenden ehemaligen Schützenkönige teilnehmen werden.

Während des Wettkampfs folgen bei kurzen Unterbrechungen die Grußworte der Gastvereine, und Ehrungen für Jubilare. Zum Abschluss wird Ortsvorsteher und Moderator Jens Kramer bei Interviews einen Blick in die Geschichte des Vereins werfen. Dazu spricht er mit Zeitzeugen, die persönliche Erinnerungen wiedergeben.

Für die musikalische Unterhaltung bei der ersten größeren Zusammenkunft der Schützen nach vielen Monaten der Zwangspause sorgt die Willinger Schützenblaskapelle. Die Musiker freuen sich auf ihren ersten größeren Auftritt. Für das leibliche Wohl ist gesorgt. Der Eintritt ist frei.

Einblick in die Geschichte der Willinger Schützengesellschaft

Nach dem Deutsch-Französischen Krieg gründeten Veteranen aus Euphorie Kriegervereine: Auch in Willingen taten dies acht Mann am 2. Februar 1872, Christian Gerstengabe war 40 Jahre lang Vorsitzender. Schnell wuchs der Verein und ein jährliches Volksfest etablierte sich. Zuerst gab es dafür ein großes Zelt, ab 1891 ein weiter als „das Zelt“ bezeichnetes Vereinsheim. 1930 schloss sich der Verein dem Reichskriegerbund Kyffhäuser an.

1921 wurde das erste Ehrenmal errichtet, 1957 ein neues – jährlich ehren die Schützen die Gefallenen. Nach dem zweiten Weltkrieg ging „das Zelt“ ans Land über, die Gemeinde erwarb es 1952 zurück. 1965 wurde eine Schützengruppe gebildet, die bald erfolgreich wurde und dem Deutschen Schützenbund beitrat. Nach etwas Streit fusionierten die Vereine im Jahr 1977, erster Vorsitzender war Herbert Schäfer: Seitdem findet immer am ersten Juli-Wochenende das Schützenfest statt. Erster König war Gert Göbel.

Schon in den 1880er Jahren gab es eine Gesangsabteilung, 1929 gründeten junge Willinger eine Blaskapelle. 1983 entstand die Schützenblaskapelle, die beim Jahresabschlusskonzert bis zu 100 Gäste lockt und über ein Jugendorchester und musikalische Früherziehung verfügt. Stolz ist der Verein auch auf seine 2009 gegründete Sportschützenabteilung, die in Bezirksliga und Grundklasse 1 zuletzt jeweils den ersten Rang belegte. (red)

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