Gelder teils aus Vereinsauflösung

Sportgeräte beim Willinger Viadukt installiert

Neue Sportgeräte werten der Freizeitbereich beim Viadukt in Willingen auf, zur Freude von (von links) Michael Kuck, Jörg Stremme, Thomas Trachte und Jürgen Querl.
+
Neue Sportgeräte werten der Freizeitbereich beim Viadukt in Willingen auf, zur Freude von (von links) Michael Kuck, Jörg Stremme, Thomas Trachte und Jürgen Querl.

Ein neues Sportangebot unter freiem Himmel ist in Willingen entstanden. Ein dem Breitensport gewidmeter Verein kann so trotz Auflösung weiter wirken.

Willingen – Zwischen Kleinsportfeld und Abenteuer-Minigolf geht es am Fuße des Willinger Viadukts künftig noch sportlicher zu: Die Gemeinde hat Anlagen für Kraftsport im Freien installiert. Das 31 000 Euro teure Projekt wurde unter anderem mit übrig gebliebenen Gelder des aufgelösten Vereins Aktivital sowie mit Mitteln aus dem EU-Förderprogramm Leader finanziert.

„Jung und alt, Menschen mit und ohne Erfahrung können hier draußen Sport treiben“, erläutert Michael Kuck, dessen seit zwei Jahren in Usseln ansässige Firma für die Geräte zuständig war. Die Anlage teilt sich in zwei Abschnitte: An kleineren Geräten können Sportfreudige spezifische Übungen absolvieren, die über Anleitungen und per QR-Code aufrufbare Videos erklärt werden. An Reck- und Hangelstangen sowie einer Sprossenwand können sie die vorhandene oder gewonnene Kraft dann kreativ austoben. Das schaffe die Voraussetzungen für multifunktionales Training, das den Körper effektiv und vollständig ertüchtige, schildert Kuck.

Der Verein Aktivital war aus dem Willinger Panorama-Lauf entstanden und förderte den Breitensport. Als der Lauf finanziell nicht mehr zu stemmen war, kam es letztlich zur Auflösung des Vereins, erläutert Jörg Stremme. Rund 8000 Euro waren da noch in der Kasse. Der Verein um den Vorsitzenden Georg Schran habe sich mit dem Ski-Club Willingen und dem TV Jahn abgesprochen, wie sich das Geld sinnvoll einsetzen lasse, mit der Anlage für Multifunktions- und Stabilisierungstraining wurde letztlich eine Lösung gefunden. Jörg Stremme dankt der Gemeinde für ihren Einsatz: „Das Endprodukt kann sich sehen lassen.“

Das findet auch Bürgermeister Thomas Trachte: „Die Anlage ist von hohem Wert für Sportler, nicht nur zum Spielen.“ Mit den Mitteln des Vereins und aus dem Leader-Topf sowie einem Eigenanteil sei es gelungen, den Abschnitt unterm Viadukt zu bereichern: „Hier entsteht allmählich ein kleines sportliches Freizeitzentrum.“ (wf)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.