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Staatssekretär Edgar Franke nimmt Ideen von PORT Willingen-Diemelsee mit nach Berlin

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Von: Wilhelm Figge

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Über PORT als Modell sprachen (von links) Mitarbeiterin Grit Möttig, Erster Kreisbeigeordneter Karl-Friedrich Frese, Katharina Kappelhoff, Versorgungslotsin Ingrid Potthoff, Dr. Edgar Franke, Waltraud Rebbe-Meyer (Leiterin Pflege und Prävention), Gesundheitslotsin Viktoria Biedermann und Thomas Trachte.
Über PORT als Modell sprachen (von links) Mitarbeiterin Grit Möttig, Erster Kreisbeigeordneter Karl-Friedrich Frese, Katharina Kappelhoff, Versorgungslotsin Ingrid Potthoff, Dr. Edgar Franke, Waltraud Rebbe-Meyer (Leiterin Pflege und Prävention), Gesundheitslotsin Viktoria Biedermann und Thomas Trachte. © Wilhelm Figge

Ansätze für das Bundesgesundheitsministerium hat Staatssekretär Edgar Franke beim Gesundheitsnetzwerk PORT Willingen-Diemelsee gesucht – und gefunden.

Willingen/Diemelsee – Angesichts der wachsenden Zahl der Menschen, die im Alter auf Pflege und Unterstützung angewiesen sind, hat Dr. Edgar Franke (SPD), Staatssekretär im Bundesgesundheitsministerium, dem Gesundheitsnetzwerk PORT Willingen-Diemelsee einen Besuch abgestattet. Dieses ist in kleinen Strukturen organisiert, vernetzt die bestehenden Partner im örtlichen Gesundheitssystem und sucht die Patienten direkt auf – sowohl zur Prävention als auch zur Organisation nötiger Hilfen.

Edgar Franke zeigte sich begeistert vom Konzept, das der Willinger Bürgermeister Thomas Trachte als Finanzvorstand erläuterte: Die Netzwerkbildung auf persönlicher Ebene fördere die häusliche Pflege effizient. Dies senke Kosten und sei auch angesichts des Fachkräftemangels günstig. Die Akteure im örtlichen Gesundheitssystem erhalten derweil über das Netzwerk begleitende Dienstleistungen für ihre Arbeit.

„Koordination und Vernetzung sind wichtige Elemente einer guten und zukunftsfähigen Gesundheitsversorgung. Das zeigt PORT ganz deutlich“, hielt Edgar Franke fest. Das Ministerium arbeite an vergleichbaren Konzepten: Gesundheitsminister Karl Lauterbach schweben 1000 Gesundheitskioske mit niedrigschwelligen Angeboten zur unbürokratischen Beratung und Hilfe vor. Diese sind speziell für sozial benachteiligte Brennpunkte gedacht, doch es gebe Gemeinsamkeiten. PORT – 2018 mit 250 000 Euro der Robert-Bosch-Stiftung als Modellprojekt entstanden – zeige, wie sich ähnliches in ländlichen Regionen umsetzen lasse.

„Man kann es mit so einem aufsuchendem Konzept ermöglichen, dass Menschen länger in ihrem gewohnten Umfeld bleiben“, sagte Franke. Die Organisation von Hilfsleistungen und das Vernetzen mit beruflichen und ehrenamtlichen Helfern lasse Senioren ihr Leben weiter selbst gestalten, während Prävention Mittel einspare. Gerade auf dem Land, wo viele Senioren nach dem Wegzug ihrer Kinder alleine sind, seien solche Konzepte wichtig. „Das Aufsuchen macht den Unterschied“, bestätigte PORT-Geschäftsführerin Dr. Katharina Kappelhoff.

Nachdem das Team des Gesundheitsnetzwerks mit seinen Ideen beim Staatssekretär angekommen sei, soll das Ganze in der Hauptstadt auf Fachebene vertiefend beraten werden, erklärte Thomas Trachte: „Es ist ein Erfolg, dass wir das Thema in Berlin vertreten dürfen: Da wollen wir Wege finden, um das Erfolgsmodell nachhaltig und dauerhaft zu etablieren und zu finanzieren.“ (wf)

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