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Toilettenanlage am Willinger Ettelsberg-Parkplatz soll gebaut werden

Auf dem Parkplatz am Fuß des Ettelsbergs soll eine neue Toilettenanlage entstehen. Nach langen Diskussionen über denhohen Preis soll das Realität werden. Archivfoto: Wilhelm Figge
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Auf dem Parkplatz am Fuß des Ettelsbergs soll eine neue Toilettenanlage entstehen. Nach langen Diskussionen über den hohen Preis soll dies Realität werden.

Über die Toilettenanlage am Ettelsberg bestand in der Willinger Politik lange Uneinigkeit. Durchweg glücklich ist das Parlament mit dem Preis nicht, aber sie soll gebaut werden.

  • Die Gemeinde Willingen will am Parkplatz unterhalb der Seilbahn eine Toilettenanlage errichten.
  • Der Notwendigkeit stimmen die meisten im Parlament zu, der Preis ließ innehalten: eine halbe Million Euro.
  • Das geförderte Projekt wurde zwischenzeitlich mit einem Sperrvermerk versehen, dann sollte die Gemeinde neu ausschreiben – der Preis fiel aber nicht.

Willingen – Zweimal habe die Gemeinde die wegen ihrer Kosten umstrittene Toilettenanlage am Ettelsberg nun ausgeschrieben, erklärte Bürgermeister Thomas Trachte den Gemeindevertretern – den gewünschten Erfolg habe es nicht gehabt: An den Kosten von rund einer halben Million Euro änderte sich nichts. Tatsächlich kam auf die Ausschreibung nur ein Angebot: vom ursprünglichen Bieter, nun für 574.000 Euro brutto.

Dabei habe die Gemeinde Spielräume gelassen, damit sich auch andere Anbieter melden können, sagte Trachte. Bloß an der Anforderung, dass die Anlage Vandalismus so gut wie möglich widerstehen sollte, hielt sie fest. Zuletzt schrieb sie die Bodenplatte und die Außenanlagen separat aus, erläuterte Bauamtsleiter Marc Honekamp. Das Ergebnis: 484.000 Euro für die Toiletten-Anlage, 90.000 für den Rest. In der Summe also wieder 574.000 Euro beim selben Anbieter. Die Idee sei nun, den Bauhof Außenarbeiten in Eigenleistung verrichten zu lassen.

„Wir haben jeden Weg genutzt: Da kommen keine anderen Angebote“, sagte Thomas Trachte: „Wir könnten bloß viel primitiver bauen.“ Dann müsse die Anlage in wenigen Jahren saniert werden und die Kosten lägen höher. Es sei Eile geboten, damit die Fördermittel von 55 Prozent nicht verfallen – nachdem die Gemeindevertretung im Mai den Sperrvermerk für das Projekt aufgehoben hatte, sei nun kein Entschluss mehr notwendig.

Kritik und Akzeptanz aus dem Willinger Parlament

„Die Art und Weise hier gefällt mir nicht“, wandte Friedrich Engelbracht (Freie Wähler) ein: Das Thema solle noch im Bauausschuss behandelt werden. Neues zur Sache gebe es nicht und die Beschlussfassung des Parlaments stehe, hielt Trachte dem entgegen. „Wenn die Gemeindevertretung sagt, sie hat dabei Zahnschmerzen, können wir das Projekt jetzt auch beenden“, sagte er.

Dazu kam es nicht: Seine im Haupt- und Finanzausschuss angeregte Vorgabe, Vergleichsangebote einzuholen, sei erfüllt, befand SPD-Fraktionschef Thorsten Kesper. Die neue Toilettenanlage am Ettelsberg sei notwendig. „Da müssen wir in den sauren Apfel beißen“, stimmte CDU-Fraktionschef Karl Leyhe zu und erklärte: „Damit, dass es massiv billiger wird, haben wir doch alle nicht gerechnet.“ (wf)

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