Einsatz in Dehoga und „Usseln Touristik“

Usselner Karl-Otto Götz erhält Ehrenbrief des Landes Hessen

Den Landesehrenbrief erhalten hat Karl-Otto Götz (Mitte, mit seiner Frau Manuela) – ihn würdigten auch (von links) Christian Gerlach, Thomas Trachte, Friedrich Wilke und Tourismus-Manager Norbert Lopatta.
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Den Landesehrenbrief erhalten hat Karl-Otto Götz (Mitte, mit seiner Frau Manuela) – ihn würdigten auch (von links) Christian Gerlach, Thomas Trachte, Friedrich Wilke und Tourismus-Manager Norbert Lopatta.

Für Tourismus und das Gastgewerbe hat Karl-Otto Götz sich jahrzehntelang eingesetzt – das Land Hessen zeigt Anerkennung.

Willingen-Usseln – 30 Jahre Mitarbeit in der „Usseln Touristik“, zwölf Jahre im Dehoga-Vorstand: Für seine langjährigen ehrenamtlichen Leistungen hat der Usselner Karl-Otto Götz den Ehrenbrief des Landes Hessen erhalten. „Ich hab es immer gerne gemacht und bin immer noch dabei“, befand der stellvertretende Vorsitzende der Usseln Touristik, der seit diesem Jahr auch im Ortsbeirat tätig ist.

„Es ist eine großartige Leistung, wenn Menschen sich in solchen Organisation ehrenamtlich betätigen“, erklärte Bürgermeister Thomas Trachte bei der Übergabe im Rathaus. Ob Sport, Feuerwehr, Politik oder Fremdenverkehr: Das ganze System, in dem sich das gesellschaftlich Leben abspielt, wäre ohne solchen Einsatz nicht bezahlbar. Engagement erwarteten dabei viele – es selbst so zu bringen, sei weniger einfach.

Trachte betonte den hohen Stellenwert der „Usseln Touristik“: Sie sei ein Impulsgeber und bringe immer wieder Leistungen für die Tourismusförderung, die Gäste und die heimischen Betriebe. Das gleiche gelte für den Dehoga, von dessen Arbeit die Betriebe profitierten.

Für den Landesehrenbrief vorgeschlagen wurde Karl-Otto Götz durch Friedrich Wilke, Ortsvorsteher und Vorsitzender der „Usseln Touristik“, der seit 26 Jahren mit ihm zusammenarbeitet. Gemeinsam hätten sie einen sich verändernden Tourismus begleitet: „Wir kommen beide aus kleinen Strukturen.“ Früher habe es längere Aufenthalte und mehr Stammgäste gegeben, der „Herausforderung und Aufgabe für die Zukunft“ haben sie sich gemeinsam gestellt.

Der aus Sachsenberg stammende Karl-Otto Götz begann vor 50 Jahre ein Lehre im Posthotel in Usseln, machte sich nach zehn Jahren selbstständig, zunächst in Frankenberg. Mit seiner Frau Manuela kehrte er nach Usseln zurück und fand im Upland „Zukunft und Heimat“, wie Friedrich Wilke schilderte. 38 Jahre lang betrieben die beiden das Restaurant Kupferpfanne. „Auch so war er eine Stütze der Gemeinde“, befand Thomas Trachte und dankte ausdrücklich auch Manuela Götz: Der ehrenamtliche Einsatz ihres Mannes bedeutete, das sie auf ihn verzichten musste. Einsatzfreude sei nur mit dem richtigen Umfeld möglich.

Auch Christian Gerlach, Vorsitzender des Dehoga-Kreisverbandes Waldeck-Frankenberg, würdigte Familie Götz. In der Gatronomie gehe es nicht bloß darum, etwas zu essen, sondern auch um die Atmosphäre. Ein Bier oder einen Kaffee trinken zu gehen, erschien selbstverständlich – bis es verboten war. Der Gast wisse es nach der Corona-Krise besser zu schätzen – und sei hoffentlich bereit, das zu bezahlen.

Derweil hob Gerlach hervor, dass ein Gastronom nicht nur für seine Gäste da ist: Zuerst komme die Familie; auch Personal, Lieferanten, Banken und der Kommunen müsse er gerecht werden. „Sich dann noch ehrenamtlich einzusetzen, ist aller Ehre wert.“ (wf)

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