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Usselner Sportschützen eröffnen neuen Schießstand als Zugpferd für Nachwuchs

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Von: Wilhelm Figge

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Den neuen Schießstand besichtigten (von links) Bezirkssportleiter Thorsten Schrauf vom Schützenverband, Falk Schäfer, Patrick Vogel, Bernd Saure, Jürgen van der Horst, Uwe Steuber, Thomas trachte und Claus Engelbracht.
Den neuen Schießstand besichtigten (von links) Bezirkssportleiter Thorsten Schrauf vom Schützenverband, Falk Schäfer, Patrick Vogel, Bernd Saure, Jürgen van der Horst, Uwe Steuber, Thomas Trachte und Claus Engelbracht. © Wilhelm Figge

Modernen sportlichen Anforderungen wird der neue Schießstand in Usseln gerecht. Das mit Sponsoren ermöglichte Projekt soll die Zukunft des Sports sichern.

Willingen-Usseln – Die Usselner Sportschützen haben ihren neuen Schießstand mit einer Feierstunde eröffnet: Die elektronische Anlage sei eine Investition in die Zukunft und den Nachwuchs, erklärte Bernd Saure, Leiter der Sparte im Turn- und Sportverein TuS Usseln. Möglich wurde das 20 000 Euro teure Projekt durch die Förderung von Verbänden, Landkreis, Gemeinde und zahlreicher Sponsoren. TuS und Schützen brachten 7000 Euro auf.

Gedanken, die alte Anlage zu ersetzen, kamen 2019 auf, blickte Bernd Saure zurück. Die erste wurde Corona-Welle konstruktiv genutzt, am Ende brachten die Schützen es auf 210 Stunden Eigenleistung: Sie legten Kabel, zogen eine Wand ein, installierten Beleuchtung und verpassten dem Schießstand einen Anstrich. Torsten Vogel und Patrick Vogel, mittlerweile sein Nachfolger als TuS-Vorsitzender, arbeiteten derweil den schriftlich-formalen Part ab. Im Herbst 2020 war der Schießstand fertig, doch Corona verhinderte bislang, ihn mit den Sponsoren, Unterstützern und Schützen aus Neerdar, Eimelrod, Willingen und Bömighausen zu feiern.

„Was die Vereine im Upland für das öffentliche Leben tun, ist enorm“, würdigte Bürgermeister Thomas Trachte. Nicht nur die Sportförderung ruhe in wesentlichen Teilen auf ihnen, sondern auch die Jugendarbeit. Sie biete Anlaufmöglichkeiten abseits sozialer Medien.

„Sportschützen müssen mit der Zeit gehen“, hielt Landrat Jürgen van der Horst fest: Die Ansprüche an Schießstände stiegen mit dem Können der Sportler, auf den alten Papierscheiben seien die kleinen Abweichungen im Trefferbild schwer zu messen und manch Wettkampf müsse im Nachgang entschieden werden. Er bot den Usselnern mit seinen Erfahrungen aus Massenhausen Training an.

„Wir brauchen uns hier nicht zu verstecken: Wir sind richtig gut“, verglich Uwe Steuer als Vizepräsident des Landessportbunds die Schützen in Gemeinde und Kreis mit dem Rest Hessens. Er hielt fest: „Überall wo die moderne Technik eingesetzt wurde, zeigte sich, dass der Zulauf kurzfristig steigt.“ Und bei guter Jugendarbeit blieben die Jugendlichen.

TuS-Vorsitzender Patrick Vogel dankte den Schützen für Zusammenarbeit, Einsatz und Ideen. Ortsvorsteher Friedrich Wilke offenbarte: „Wir haben uns den Schießstand in Willingen angeguckt. Was die gut gemacht haben, wollten wir noch besser machen.“

Verdiente Mitglieder ehrte Uwe Steuber: Claus Engelbracht war von 1992 bis 1998 Jugendwart, bis 2005 dann Schriftführer – seit 2016 hat er das Amt wieder inne. Falk Schäfer ist derweil seit 2013 Kassenführer der Abteilung. Die Ehrung verdiente sich auch Sascha Rummel, seit 2014 Jugendwart.

Die Sponsoren des Schießstandes probierten diesen beim Schießen um die Ehrenscheibe aus. Die 29 Aktiven in Usseln konnten ihn schon nutzen, darunter nicht nur die starke Seniorentruppe, sondern auch sechs Jugendlich. Zwei davon schießen mit starken Leistungen in der ersten Mannschaft. Bernd Saure hielt fest: „Ich hoffe, dass der neue Stand dazu beiträgt, künftig weitere Nachwuchsschützen für die Abteilung anzulocken, damit die Räume hier mit Leben erfüllt werden und der Schießsport in Usseln noch lange Bestand hat.“ (wf)

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