Dumme Gegentore, fehlende Durchschlagskraft

SC Willingen belohnt sich auch gegen CSC 03 Kassel nicht

Eine Etage höher: Willingens Fynn Butterweck (rechts) ist Punktsieger im Kopfballduell gegen David Simoneit. Der traf für den CSC 03 Kassel zum 0:1.
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Eine Etage höher: Willingens Fynn Butterweck (rechts) ist Punktsieger im Kopfballduell gegen David Simoneit. Der traf für den CSC 03 Kassel zum 0:1.

Wieder die bessere Spielanlage, aber es fehlt die Durchschlagskraft: Der SC Willingen muss sich Titelaspirant CSC 03 Kassel mit 1:2 (0:0) beugen und ist Drittletzter der Verbandsliga Nord.

Willingen – Die Partie startete mit 20-minütiger Verspätung, weil die Gäste unterwegs eine Autopanne hatten. Gleichwohl bot sich ihnen die erste Gelegenheit, als Toni Lecke nach einem präzisen Diagonalpass an Torhüter Yannick Wilke scheiterte (6.). Die erste gefährliche Annäherung der Willinger ließ bis zur 14. Minute auf sich warten, als Jan-Henrik Vogel einen Freistoß ans Außennetz setzte. Es waren für lange Zeit die einzigen gefährlichen Situationen.

„Willingen hat in der ersten Halbzeit nicht einmal aufs Tor geschossen“, war Gästetrainer Lothar Alexi mit dem Verlauf angesichts der ausgefallenen Spielvorbereitung und dem kurzen Aufwärmprogramm zufrieden. Seine Elf stand tief und erwartete die Angriffe der Hausherren. Die mussten schon in der neunten Minute den Ausfall von Jan-Niklas Albers mit Oberschenkelzerrung wegstecken. Für den Abwehrchef rückte Jonah Schilling in die Innenverteidigung, damit war die letztjährige A-Jugend-Defensive fast komplett, unterstützt auf der linken Seite von Routinier Eric Kroll.

Die junge SCW-Elf bemühte sich Struktur in ihre Aktionen zu bekommen, baute über die eigene Abwehr sehr konzentriert auf. Allerdings war ihr dabei die Angst vor zuletzt nur zu oft bestrafte individuelle Fehler anzumerken. Beinahe hätte denn auch ein Missverständnis zwischen Kroll und Fynn Butterweck fast den Rückstand bedeutet, aber Wilke klärte per Reflex gegen David Simoneit (41.).

SC Willingen nach der Pause besser im Spiel

Vermehrt Torraumszenen und Abschlüsse brachte der zweite Durchgang. „Da waren wir besser im Spiel“, erinnerte Dardan Kodra an die drei guten Gelegenheiten durch Sebastian Müller, dessen Schrägschuss Maximilian Köps von der Linie grätschte (47.), sowie den etwas zu hohen Drehschüssen von Sebastian Butz (48.) und Florian Heine (49.). „Und dann fressen wir so ein dummes Tor“, ärgerte sich der SCW-Trainer.

Nach Ballverlust in der Vorwärtsbewegung ging es schnell: David Lensch legte auf Simoneit ab, der hämmerte den Ball aus 18 Metern in die Maschen (52.). Die Gastgeber schüttelten sich nur kurz, aber Vogel per Freistoß (55.) und Heine (56.) verpassten die schnelle Antwort.

Dafür fiel auf der Gegenseite das 0:2, nach einer Ecke von Reuter köpfte Mario Wolf am langen Pfosten ziemlich unbehelligt ein (63.). Wenn eins stimmte, dann die Moral auf Willinger Seite. Der eingewechselte Vach prüfte Torwart Alexander Bartuli per Freistoß (70.), ehe er Ausgangspunkt des Anschlusstreffers von Heine war (75.). Danach aber ließen der ebenfalls eingewechselte Valdrin Kodra (79.), Heine (82.) und Müller (88.) gegen wackelnde Kasseler die Chancen zum Ausgleich liegen. Wenn es nach Alexi ging, wäre der „aufgrund der Spielanteile in den ersten 70 Minuten unverdient gewesen“.

Sein Gegenüber Kodra haderte damit, dass der letzte Pass wieder zu selten kam. Aber eins hatte auch er gesehen: „Wir haben nicht gespielt, wie eine Mannschaft, die unten steht, aber Fakt ist, wir stehen unten drin.“ (Manfred Niemeier)

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