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Willinger Bürgermeister Thomas Trachte mit 81,3 Prozent wiedergewählt

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Von: Wilhelm Figge

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Nervös hatten Bürgermeister Thomas Trachte und seine Frau Dagmar dem Wahlabend entgegengesehen, doch am Ende war die Freude groß.
Nervös hatten Bürgermeister Thomas Trachte und seine Frau Dagmar dem Wahlabend entgegengesehen, doch am Ende war die Freude groß. © Wilhelm Figge

Willingens Bürgermeister Thomas Trachte kann in die vierte Amtszeit gehen: Die Upländer Wähler bestätigten ihn mit großer Mehrheit im Amt.

Willingen (Upland) – Mit 81,3 Prozent der Stimmen schicken die Upländer Thomas Trachte in seine vierte Amtszeit als Bürgermeister in Willingen. „Herzlichen Dank an die Wählerinnen und Wähler, dass sie mir noch mal das Vertrauen ausgesprochen haben“, erklärte der ohne Gegenkandidaten angetretene Willinger. Er bekam weniger Stimmen als die 86,1 Prozent von 2016, doch sei zufrieden: „Wenn man zum vierten Mal antritt und so viele Konfliktfelder zu bearbeiten hat, ist das ein sehr gutes Ergebnis.“ Die Wahlbeteiligung lag bei 34,6 Prozent – das Votum 2016 war mit der Kommunalwahl zusammengefallen.

Bis die Ergebnisse gefeiert werden konnten, dauerte es etwas: Der Großbildschirm stand bereit, doch liefen nicht wie erwartet nach und nach die Ergebnisse der Ortsteile ein – die externe Technik streikte. Thomas Trachte sowie seine Familie, Wegbegleiter und Mitarbeiter mussten warten, bis das Wahlteam mit ausgedruckten Ergebnissen den Sitzungssaal im Willinger Rathaus betrat und der Satz fiel: „Ich kann gratulieren.“ Mit 1413 Ja-Stimmen gegen 325 Nein-Stimmen haben die Upländer ihren Bürgermeister in die vierte Amtszeit geschickt.

Kollegen und Weggefährten würdigen Trachtes Arbeit

Die Gratulanten vom Ersten Beigeordneten Jochen Schmitt bis zum Landtagsabgeordneten Jan-Wilhelm Pohlmann standen Schlange. Erster war Landrat Jürgen van der Horst: „Wir wissen deine Kompetenz sehr zu wertschätzen, gerade wenn es darum geht, Themen wie Tourismus und Marketing nach vorne zu bringen.“ Für die kommunale Familie sei Thomas Trachte ein wichtiger Ideengeber.

Volker Becker grüßte als Diemelseer Bürgermeister für die Kollegen: „Du hast nicht nur Willingen im Blick, sondern bist ein Teamplayer.“ Er hob die Idee zum Grenztrail hervor, auch das Gesundheitsnetzwerk PORT und den kommunalen Serviceverbund Eisenberg. Der Korbacher Kollege Klaus Friedrich stimmte mit ein: „Die Willinger sind schlaue Menschen, dass sie dich wiedergewählt haben.“ Sie hätten einen Bürgermeister, der sein Fach versteht und den „Tourismus als Lebenselixier der Gemeinde“ pflege.

Erster Gratulant für den wiedergewählten Willinger Bürgermeister Thomas Trachte war Landrat Jürgen van der Horst.
Erster Gratulant für den wiedergewählten Willinger Bürgermeister Thomas Trachte war Landrat Jürgen van der Horst. © Wilhelm Figge

„Ein guter Tag für Willingen“, fand Parlaments-Chef Christopher Leeser: Die Wähler hätten sich für „Kontinuität und weiter so“ entschieden – eine gute Sache, wenn der Kandidat für „Innovation und Wachstum“ stehe. „Was du in 18 Jahren auf den Weg gebracht hast, spricht für sich“, gratulierte er dem „Garanten der Upländer Verhältnisse“, der guten Zusammenarbeit der Parteien. Die Fraktionen hatten Thomas Trachte vor der Wahl ihre Unterstützung zugesichert.

Der wiedergewählte Willinger Bürgermeister räumte ein, nervös gewesen zu sein: „Man nimmt so eine Wahl nicht als selbstverständlich hin, sondern hat großen Respekt vor dem Votum.“ Nun stünden große Herausforderungen an, aber ein Bürgermeister mache nichts alleine: Er dankte der Verwaltung für Kompetenz und Mitdenken sowie der „innovativen, kreativen, schlagfertigen Kommunalpolitik“ – und seiner Frau Dagmar für die Rückendeckung. Das alles sei ein gutes Fundament für die Zukunft, in der viele „tolle Projekte, die man sich als Kommune erst mal erarbeiten muss“ stünden: „Wir werden diese Gemeinde weiter nach vorne bringen – ich weiß es.“

Bürgermeisterwahl: Die Ergebnisse in den Willinger Ortsteilen

Briefwahl: 568 Ja-Stimmen, 187 Nein-Stimmen

Willingen: 2133 Wahlberechtige: 213 Ja-Stimmen, 53 Nein-Stimmen

Bömighausen: 212 Wahlberechtigte; 52 Ja-Stimmen, eine Nein-Stimme

Eimelrod/Hemmighausen: 448 Wahlberechtigte; 151 Ja-Stimmen, 18 Nein-Stimmen

Neerdar/Welleringhausen: 143 Wahlberechtigte; 67 Ja-Stimmen, drei Nein-Stimmen

Rattlar: 266 Wahlberechtigte; 72 Ja-Stimmen, 16 Nein-Stimmen

Schwalefeld: 478 Wahlberechtigte; 79 Ja-Stimmen, 27 Nein-Stimmen

Usseln: 1357 Wahlberechtigte; 211 Ja-Stimmen, 20 Nein-Stimmen

Gemeinde Willingen (Upland): 5037 Wahlberechtigte; 1413 Ja-Stimmen, 325 Nein-Stimmen (wf)

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