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Willinger Liftbetreiber unterstützen Ukraine-Hilfe

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Von: Wilhelm Figge

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Hilfe für die Ukraine ermöglicht eine Spende nach dem Flutlicht-Skifahren. Diese übergaben Christian Rummel (links) und Frank Wilke (rechts) eine Spende an DRK-Geschäftsführer Michael Wehmeyer.
Hilfe für die Ukraine ermöglicht eine Spende nach dem Flutlicht-Skifahren. Diese übergaben Christian Rummel (links) und Frank Wilke (rechts) eine Spende an DRK-Geschäftsführer Michael Wehmeyer. © Wilhelm Figge

Skifahren und dabei etwas Gutes tun: Das war in Willingen möglich. 7000 Euro gingen für die Ukraine-Hilfe ans DRK.

Willingen – Vergangene Woche hat das Willinger Skigebiet erstmals in dieser Saison zum Flutlicht-Fahren eingeladen – angesichts des Kriegs in der Ukraine hatten die Liftbetreiber sich darauf verständigt, mit den Einnahmen für die Hilfslieferungen zu unterstützen. Darauf haben sie noch selbst etwas draufgelegt: 7000 Euro gehen ans Deutsche Rote Kreuz.

„Das Geld geht vor allem zum Landesverband, der die Hilfsgüter kauft“, erklärte Michael Wehmeyer, Geschäftsführer des DRK-Kreisverbandes Korbach-Bad Arolsen. Acht 38-Tonner seien aus Fritzlar schon losgefahren, vor allem mit Kleidung, Hygieneartikeln und Lebensmitteln.

Das sei sinnvoller als private Hilfsfahrten, welche die Lieferrouten verstopfen könnten und bei denen die Lieferanten zwischen die Fronten geraten könnten, erklärte er. Als Verband könnten auch beispielsweise Europaletten mit Kleidung beschafft werden, die vor Ort logistisch gut zu handhaben wären – lose Hilfslieferungen seien kaum zu bewältigen.

Die Spendenbereitschaft in der Krise sei extrem hoch, freute Wehmeyer sich. Für das DRK sei das eine Rückkehr zur Feldarbeit. „Es ist die sinnstiftendste Arbeit, die das DRK haben kann“, erklärte Wehmeyer. Drei Ehrenamtliche aus dem Verband seien bei den Lieferungen dabei und übergaben Güter an das Polnische und das Ukrainische Rote Kreuz – eine brachte auf der Rückfahrt mehr als 40 Flüchtlinge mit.

Für die Jahreszeit war der Besuch des Flutlicht-Skifahrens gut, erklärt Jörg Wilke, geschäftsführer von Ettelsberg-Seilbahn und K1. Ein bisschen mehr Gäste hätten die Liftbetreiber sich erwartet, also spendeten sie den kompletten Eintritt und stockten noch auf. „Wir sind unseren Skisportlern sehr dankbar, dass sie das Flutlichtfahren genutzt haben, um eine solche Summe als Spende für die Ukraine möglich zu machen“, macht er als Sprecher des Skigebiets Willingen deutlich: „Es ist uns sehr wichtig, dass wir auf diese Weise unsere Unterstützung zeigen können.“ Sein Kollege Christian Rummel ergänzt: „Und wir wollen sicherstellen, dass die Gelder auch da ankommen, wo sie gebraucht werden.“

Das Flutlichtfahren an Sonnenhang, Köhlerhagen und Ettelsberg war ein letzter Höhepunkt der Saison: Nach dem nächsten Wochenende stehen die Lifte still.  (wf/red)

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