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„Wir haben sehr wohl etwas zu verlieren“: SC Willingen traut sich auch beim Tabellenführer CSC Kassel Punkte zu

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Zweikampf im Fußball
Stoppball. Im Tennis ist das ein Schlag, der einen Spieler aus einer Notlage helfen kann. In solche Situationen wollen die Willinger heute beim CSC Kassel gar nicht erst geraten. Das Bild zeigt Sebastian Müller (SCW/li.) gegen Tim Bode (CSC). © Worobiow

Der SC Willingen möchte am heutigen Mittwoch (19 Uhr) dem Verbandsliga-Spitzenreiter CSC Kassel das Leben und Siegen schwer machen.

Willingen – Wenn die Fußballer des SC Willingen die Wahl hätten, zwischen Spielausfall, der hilfreich wäre, die lange Verletztenliste zu verkleinern, aber auch viele Englischen Wochen bedeuten würde, oder durchspielen, auch wenn der Kader derzeit keine Breite zulässt, dann würde sich Trainer Dardan Kodra immer fürs Weiterspielen entscheiden.

Der Willinger Coach verweist auf den Ligakonkurrenten SG Ehrenberg, der über Ostern gleich dreimal ran muss. „In so eine Situation möchten wir nicht geraten“, betont Kodra. Deshalb ist er froh, dass er mit seinem Team heute Abend (19) auf Kunstrasen beim Verbandsligaspitzenreiter CSC Kassel antreten darf.

Die Mannschaft von Trainer Lothar Alexi tut sich eigentlich immer schwer gegen die Willinger, die schon im Hinspiel mehr verdient gehabt hätten als diese 1:2-Niederlage. „Der CSC ist eine abgezockte Truppe mit viel Erfahrung, deshalb können sie auch eine knappe Führung gut über die Zeit bringen“, sagt Kodra, der den Gegner mit einem Routinier vergleicht, der durch ein gutes Stellungsspiel weniger laufen muss. „Der CSC gewinnt viele Spiele souverän, aber liefert nur selten ein Feuerwerk ab.“

Kodra: Nicht in Rückstand geraten

Kodra hofft, dass sein Team nicht in Rückstand gerät, denn „verteidigen können sie sehr gut“. Schon im Hinspiel habe sich sein Team an dem Bollwerk die Zähne ausgebissen. „Mit hohen Bällen braucht man es gar nicht erst zu probieren bei den großen Abwehrspielern, wir müssen den Ball schnell und flach laufen lassen, flink sein und gute Laufwege anbieten, um sie überhaupt mal in Bewegung zu kriegen.“

Allerdings sei es für die abstiegsbedrohten Upländer kein Wir-haben-nichts-zu-verlieren-Spiel, betont der Coach, „denn wir haben auch gegen den Spitzenreiter sehr wohl was zu verlieren.“ Wenn er mit seinem Team da unten rauskommen möchte, sollten auch mal Punkte gegen Mannschaften aus dem oberen Drittel möglich sein.

Der CSC war bis zum vergangen Wochenende in 19 Spielen in Serie ungeschlagen dann verloren sie gegen den OSC Vellmar 0:2. Spielt dieses Ergebnis für den Willinger Coach eine Rolle in der Vorbereitung? „Darüber habe ich auch schon nachgedacht, aber ich denke, es spielt für uns keine Rolle, eher für Kassel, die natürlich nicht zweimal hintereinander verlieren wollen.“

Tabellenführer schlagen ein Motivationsgrund

Die Möglichkeit, den Tabellenführer zu schlagen, sei für seine Mannschaft Motivation genug für diese Begegnung. Und Verletzungspech hin oder schmaler Kader her, Kodra traut auch der Mannschaft, die heute Abend auflaufen wird, durchaus zu, einen oder drei Punkte mit ins Upland zu nehmen.

Für Außenstehende sehe es vielleicht so aus als ob seine Mannschaft wie ein taumelnder Boxer nach Kassel fahre, sagte der Coach und weist daraufhin, dass „gerade die taumelden Boxer ja bekanntlich sehr gefährlich sein können“, betont der Coach.

Nicht in den Ring steigen, werden für die Willinger Mannschaft neben den Langzeitverletzten auch Tom Friedrich, Sean Querl, Jerome Löber und Christian Kuhnhenne, die krankheitsbedingt fehlen. Ein Fragezeichen steht noch hinter dem Einsatz von Jan-Niklas Albers. Wieder mit an Bord sind Matthias Bott, Torwart Yannik Wilke und Sören Vogel. (rsm)

Trainer Alexi erwartet eine Reaktion

Der Kasseler Trainer Lothar Alexi erwartet nach der 0:2-Niederlage seiner Rothosen in Vellmar im heutigen Spiel gegen den SC Willingen eine Reaktion: „Ein Erfolg gegen die Upländer, die immer schwer zu bespielen sind, ist vor allem im Hinblick auf die Partie gegen Bad Soden am kommenden Wochenende von großer Bedeutung.“

Der Coach hofft auf einen Einsatz seines zuletzt angeschlagenen Stürmers Nico Schrader.

Mit der 0:2-Niederlage ging beim Tabellenführer eine Serie von 20 Spielen ohne Niederlage zu Ende gegangen. Die Rothosen hatten davon 16 Spiele gewonnen und viermal Unentschieden gespielt. Alexi hätte nichts dagegen , wenn seine Spieler heute eine ähnliche Siegesserie starten würden. red

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